Antlitz der Schönheit

Am gestrigen Donnerstag, den 11. April, durfte ich, auf Einladung des Generalkonsuls der Russischen Föderation in Leipzig und des Gohliser Schlösschen, in meiner Funktion als Vorsitzender der deutsch russischen Parlamentariergruppe, an der Eröffnung der Ausstellung “Antlitz der Schönheit” teilnehmen.

Gezeigt werden 38 Lithographien im Format 50 x 70 cm, des deutschen Graveur Andreas Fleischmann. Fleischmann schuf 1860 die Stichfolge nach Portraitmalereien von Joseph Karl Stieler aus der Schönheitengalerie König Ludwigs I. von Bayern, sowie Portraits russischer Aristokraten vom gebürtigen Leipziger Maler und Grafiker Carl Johann Lasch.

Großes Interesse an filigraner Kunst.
Generalkonsul Andrey Y. Dronov (mitte) lud zur Ausstellungseröffnung
Kupferstiche und Gravuren von Andreas Fleischmann.

Die ausgestellten Werke stammen aus der Sammlung des Museum Tropini in Moskau und sind bis zum 30. August im Gohliser Schlösschen zu sehen.


Herzlichst,
Ihr Dr. Robby Schlund

“Geht’s noch? Sie prellen einen Großteil der Leistungsträger unserer Gesellschaft, um ihre Rücklagen.”

Der Abschluss einer Krankenversicherung ist in Deutschland seit 2009 Pflicht. Das ist auch gut so. Dabei sind 11 % der Menschen in unserem Land Mitglied der Privaten Krankenversicherung, der sogenannten PKV. Das sind ca. 9 Millionen Versicherte. Nicht mitgerechnet, die vielen ausländischen Studenten und Wissenschaftler. 9 Millionen Versicherte! Das sind Angestellte, Selbständige und Freie Berufe, wie Künstler, Ärzte, Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Hebamme, Physiotherapeuten, Heilpraktiker, Journalisten,  Dolmetscher, um nur einige zu nennen. Dazu kommen  Polizisten, Lehrer und Angestellte in Behörden.

9 Millionen Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, die neben ihrer Basistarifzahlung und Risikozuschlägen, außerdem eine Altersrückstellung bezahlen müssen. Diese muss durch einen zusätzlichen Sparbetrag von 10% sowie  Zinsrückstellung vom Versicherten geschultert werden. Ab 65 Jahren bleiben dadurch die Beiträge konstant, trotz logischerweise altersbedingtem erhöhtem Leistungsumfang. Bis 2009 konnten die Altersrückstellungen zu einer neuen Versicherung nicht mitgenommen werden. Das behinderte den Wettbewerb, zwischen den privaten Krankenversicherungen.

Ehrlich, was haben Sie sich bei diesem Antrag gedacht?

Seit 2009, allerdings, können Neukunden nun einen bestimmten Teil im Umfang des Basistarifs der Altersrückstellungen mitnehmen. Bei Altkunden gilt das im Allgemeinen nicht, die bis heute ein und derselben Versicherung angehören. Sie können die Altersrückstellungen nicht mitnehmen. Das ist eine soziale Ungerechtigkeit, die wir mit unserem Antrag, zugunsten der Versicherten beseitigen wollen.

Doch nun zu Ihrem Antrag liebe Kollegen von den Linken. Er  hat mich, und wahrscheinlich auch einen Großteil der Versicherten, wie Lehrer, Polizist und Freiberufler, absolut fassungslos gemacht. Ehrlich, was haben Sie sich bei diesem Antrag gedacht? Auch einigen Abgeordneten hier, dürfte es die Sprache verschlagen haben: Ich zitiere: „Alterungsrückstellungen sind in den Bilanzen der PKV aufzulösen“ und  „Ausgleichszahlungen an den Gesundheitsfond leisten“ Geht’s noch? Wir reden hier von einer Rücklage von knapp 250 Milliarden Euro! 

Sie prellen einen Großteil der Leistungsträger unserer Gesellschaft, um ihre Rücklagen. Das ist soziale Enteignung und Ungerechtigkeit. Wollen Sie unsere Lehrer, Polizisten, Ärzte und Künstler in die sichere Altersarmut, schicken? Schämen Sie sich! Karl- Marx würde sich im Grabe rumdrehen, wenn er ihren Antrag hören würde! Wozu dient denn die Altersrückstellung, liebe Kolleginnen und Kollegen?

Ich werde Ihnen die Frage beantworten: Zur Deckung späterer Kosten im Tarif. Und wer hat sie angespart? Ganz allein die Versicherten. Diesen stehen die Rückstellungen auch zu! Deshalb heißen sie nämlich so. Nicht einem ominösen Kollektiv, was auch immer Sie damit meinen!

Wir verlangen einen Gesetzentwurf durch die Bundesregierung, mit dem sichergestellt wird, dass alle Versicherten in der PKV, beim Anbieterwechsel, ihre Altersrückstellungen mitnehmen können. Außerdem fordern wir zeitgemäße Neustrukturierung von EBM und GOÄ.

Gegen jede Vernunft – USA stationieren THAAD-System in Rumänien

Am 2. Februar verkündeten die USA in einer Note die Aussetzung des INF-Vertrages. Nun zeigen sich erste Folgen. Nach Mitlitärangaben, werden die USA im Sommer ihr Raketenabwehrsystem THAAD in Rumänien stationieren. Wenn auch nur zeitweilig, so geschieht die gegen den ausdrücklichen Willen Rumäniens.

Rumäniens Außenminister Teodor Viorel Melescanu hatte gegen die Stationierung von Atomwaffen in Europa nach der Erklärung der USA und Russlands über ihre Pläne zum Austritt aus dem INF-Vertrag geäußert.

Bereits im März hatten die USA ihr Raketenabwehrsystem THAAD zum ersten mal in Israel stationiert. Der Neuerliche Schritt sei nach einem entsprechenden Vorschlag der Nato getroffen worden.

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Atomwaffen: Das Außen- und Sicherheitspolitische Desaster der Bundesregierung

Diese Entwicklung stimmt mich sorgenvoll und erinnert mich an die Worte des russischen Borschafters in Berlin, Sergej Netschajew, welcher den INF Vertrag als „einen Eckpfeiler des europäischen Sicherheitssystems,-  und einen der wichtigsten Abrüstungsverträge der Welt“ bezeichnete. Auch direkt aus Moskau kamen Worte der Vernunft. Der Kreml habe nicht vor, sich an einem aufwendigen Wettrüsten zu beteiligen.

Alle Vorschläge zur Abrüstung seien aber auf dem Tisch, „die Türen sind offen“, so Russlands Präsident, Wladimir Putin.

Jenseits des Atlantik öffnet sich jedoch vor allem für einen Protagonisten eine große Tür. Nach Angaben des Pentagons soll der US-Konzern Lockheed Martin bald seine THAAD-Systeme auch nach Saudi-Arabien liefern.

Für ein Europa der Vaterländer – ein Europa der Freiheit

2019 ist wieder ein Super-Wahljahr. Neben den anstehenden Kreis- und Landtagswahlen wird Ihre Stimme auch für ein freies Europa der Vaterländer benötigt. Handeln Sie am 26. Mai und wählen Sie die AfD. 

Unser Programm für Europa im Überblick

• Ein gemeinsamer Wirtschaftsraum mit schlanker Verwaltung.

• Von der Idee der EU ist wenig übrig geblieben.

• 44.000 Beamte kosten jedes Jahr 8 Milliarden Euro.

• Jeder elfte davon verdient sogar mehr als die deutsche Bundeskanzlerin.
 
• Die AfD will Europa und EU wieder ins Gleichgewicht bringen.
 
• Wir brauchen ein Europa der Vaterländer – kein regulierungswütiges EU-Parlament oder gar einen Super-Staat mit eigener Armee.
 
• Nicht anonyme Bürokraten sollen entscheiden, sondern wir Bürger, die mit der Entscheidung leben müssen.
 
• Ansonsten muss das Experiment EU als gescheitert betrachtet werden.
 
• Eine Rückkehr zu nationalen Währungen, könnte die Hälfte aller EU-Probleme auf einen Schlag lösen.
 
• Darum: Schluss mit der Transferunion und keine deutsche Haftung für EU-Banken!
 
• Wir wollen den Mittelstand stärken und funktionierende Industrien erhalten.
 
• Strom und Mobilität müssen für alle bezahlbar sein!
 
• Deshalb fordern wir einen breiten Energiemix, fairen Wettbewerb und nachvollziehbare Grenzwerte.
 
• In der Asylpolitik sind wir für Realismus, statt wirklichkeitsfremde Ideologien.
 
• Keine Masseneinwanderung, keine Aufnahme-Quoten, sondern konsequente Rückführung und Hilfe vor Ort!
 
• Jedes Land soll seine Grenzen kontrollieren dürfen und selbst entscheiden wen, es rein lässt – auch innerhalb der EU.
 
• Sozialhilfe- und Kindergeldbetrug zeigen wir die rote Karte.
 
• Fachkräfte aus dem Ausland sind willkommen, dürfen aber nicht zu Lohndumping führen.
 
• Die Scharia lehnen wir als unvereinbar mit den europäischen Grundwerten ab.
 
• Die demografische Krise wird durch Zuwanderungen nicht gelöst, sondern verschärft.
 
• Die AfD will Familien und Geburten fördern.
 
• Wir wenden uns gegen die Diskriminierung traditioneller Geschlechterrollen und lehnen Gender-Mainstreaming als pseudowissenschaftlich ab.
 
• Quoten haben an Schulen und Unis genauso wenig verloren, wie Zensur, Uploadfilter und DSGVO im Internet.
 
Das war das AfD-Europawahlprogramm im Überblick.  Sie wollen noch mehr erfahren? Jetzt unser komplettes Programm für die Europawahl am  anschauen unter: www.afd.de/europawahl
 
Handeln Sie am 26. Mai 2019 und entscheiden Sie sich für eine bürgernahe Politik: Wählen Sie die AfD.
 
Herzlichst,
Ihr Dr. Robby Schlund

Wenn Hacker das staatliche Gesundheitssystem steuern.

Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen haben oft nur schlecht gesicherte Netzwerke. Darum ist es für Hacker nicht besonders schwer, so einen Computerviren einzuschleusen.

Wie nun die BBC berichtet, sei es israelischen Forschern gelungen, einen Computervirus zu entwickeln, welcher medizinische Aufnahmen verfälscht. So ließen sich MRT- und CT-Bilder mit  einer Malware so manipulieren, dass sie angeblich echte Tumoren zeigen. Selbst Radiologen würden die Unterschiede nicht erkennen.

Und das soll noch nicht alles sein. Den Forschern zufolge kann die Malware nämlich auch in die andere Richtung arbeiten und Tumoren verschwinden lassen.

Das ist problematisch, da Patienten so möglicherweise nicht rechtzeitig behandelt werden. In den Labortests wurde die Malware bei Lungenbildern eingesetzt. Auch andere Bilder könnten manipuliert werden und so etwa Hirntumoren, Frakturen oder Wirbelsäulenverletzungen vorgetäuscht oder verborgen werden. In einem Labortest konnten so drei Radiologen davon überzeugt werden, dass die Patienten an Krebs leiden. Auch automatisierte Erkennungssysteme ließen sich von den manipulierten Bildern täuschen.

Video des Forschungs-Teams von der Ben-Gurion Universität

Mit ihrer Arbeit wolle die Forschergruppe zeigen, wie leicht medizinische Computerbilder manipuliert werden können, da diese Bilder in den meisten Fällen nicht digital signiert oder verschlüsselt sind. Manipulierte MRT- oder CT-Bilder seien daher kaum als Fälschung zu erkennen.

Sollte diese Schadsoftware zum ernsthaften Einsatz kommen, wäre es wenig verwunderlich, wenn die Anzahl der Krebserkrankungen weltweit steigen würde. Eine Kostenexplosion im Gesundheitswesen wäre damit vorprogrammiert.

Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien verhindern OHNE der eigenen Verteidigungsindustrie den Garaus zu machen!

Was läge mehr im deutschen Interesse, als dass der Jemen zu einem funktionierenden, innenpolitisch stabilen Saat würde.

Unsere AfD-Fraktion will im Gegensatz zu ihnen, liebe SPD, keine Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. Mit gespaltener Zunge propagieren sie Wasser und lieben in Wirklichkeit Wein. Sie haben es mit ihrer Haltung zugelassen, dass im Jemen bisher mehr als 80.000 Menschen ihr Leben lassen mussten – darunter viele Kinder. Rüstungsgüter im Wert von 400 Mio. Euro gingen an der SPD komplett vorbei, an die Kriegsallianz unter Saudi-Arabien.

Die AfD-Fraktion will, im Gegensatz zur SPD, derzeit KEINE Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. Unser grundliegendes, deutsches Interesse, muss eine Stabilisierung der Region sein. Deshalb begrüßen wir auch einen Ausstieg von Quatar aus dem Konflikt. Klar ist, dass wir, die AfD, Rüstungsexporte ablehnen und Ihrem Forderungspunkt auch zustimmen können. Allerdings versuchen Sie Ihren gutgemeinten Antrag als trojanisches Pferd zu benutzen, um die deutsche Verteidigungswirtschaft zusätzlich und auf unnötige Weise zu schwächen, indem Sie fordern, „Uranfabriken in Deutschland stillzulegen“.

Und sie von den LINKEN, sie können doch allen Ernstes keine Politik machen, indem sie unserer Verteidigungsindustrie den kompletten Garaus machen wollen!

Dual-Use-Güter oder andere elektronische Bauteile, aus deutsche Produktion, die an unsere Bündnispartner geliefert werden, können Sie doch nicht pauschal verbieten, nur weil sie EVENTUELL in Rüstungsexportgüter verbaut werden könnten. Diese Länder können Sie natürlich verbal angreifen – mehr aber auch nicht!

Wir wollen unsere deutsch Wirtschaft stärken und nicht schwächen!

In meinem Wahlkreis gibt es kleine und mittelständische Betriebe der Verteidigungsindustrie, bei denen mehr als 1.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, wenn bestimmte Bauteile einfach nicht mehr hergestellt werden können. Das müssen SIE unseren Menschen, in unserem Land erklären, die jeden Tag dort ihre ganze Kraft einsetzen – und warum DAS sozial sein soll?

Dazu kommt noch der Verlust von Leadership. Wo haben wir nicht schon überall Schlüsseltechnologien verloren? Digitalisierung, Pharmazie, Forschung, Auto- und jetzt auch noch die Verteidigungsindustrie. Die Hightech-Entwicklung und Sicherung des Standortes Deutschland, muss intensiv und auch staatlich gefördert werden!

Wir wollen eine politische Lösung für den Jemen intensiv unterstützen und vorantreiben. Die Argumentation des Antrags umfasst jedoch diese Forderung zum Beispiel nicht. Bessern Sie also entsprechend nach! Die AfD wird sich bis dahin enthalten. Einer Überweisung in den Ausschuss, stimmen wir zu.

Denken Sie mal drüber nach; „Der Fuchs beißt am besten im eigenen Loch.“

Ihr,
Dr. Robby Schlund

Einladung in die Duma – Ausbau der deutsch-russischen Beziehungen

Auf Einladung des Abgeordneten der Staatsduma, Alexander Remezkov, besuchte Dr. Robby Schlund am Mittwoch, den 03. April 2019, den 3. Tag seines Aufenthaltes in Moskau, die russische Staats-Duma. Als Vorsitzender der deutsch-russischen Parlamentariergruppe, besuchte Robby Schlund die Fraktionen Einiges Russland, Kommunistische Partei, LDPR und Gerechtes Russland und machte sich mit der Arbeitsweise in der Duma vertraut.

Alexander Karelin begrüßt Robby Schlund

Ziel des Besuches war der Ausbau der deutsch-russischen Beziehungen zwischen den Parlamentariergruppen. Hierbei sprach Dr. Robby Schlund auch über das von ihm entwickelte, ebenenübergreifende Regionalkonzept.

Zahlreiche Pokale (Duma-Abgeordneten sind sehr sportlich. Bald findet die Rückrunde im Fußball statt. Dann treffen der FC Bundestag und der FC Gosduma in Berlin aufeinander.)

Bei seinem Besuch in der russischen Staats-Duma traf Robby Schlund auch auf  Alexander Karelin, Mitglied im Komitee für internationale Angelegenheiten. Alexander Karelin gilt auch nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn als der weltweit populärste Ringer der Gegenwart und wurde 1999 als Abgeordneter der Partei Einiges Russland in die Duma gewählt. Seitdem wurde er zwei Mal wiedergewählt.

Merck Science Dialogue – Wissenschaftskonferenz in Moskau

Diese Woche nahm Dr. Robby Schlund an einer Deutsch-Russischen Wissenschaftskonfernz in Moskau teil. Geladen hatte das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck, welches bereits 1668 in Darmstadt gegründet wurde. Seit 1785 ist Merck eng mit Russland verbunden und beschäftigt dort über 400 Mitarbeiter.

Seit Juli 2017 betreibt Merck ein neues Life-Science-Labor in der Technopolis Moskau, mit dem Ziel, biotechnologische Neuentwicklungen russischer Wissenschaftler und Start-Ups zu beschleunigen.

Dr. Igor Tetko vom Helmholtz Zentrum München (re.)
Podiumsdiskusion

Am 02.04.2019 organisierte Merck, anlässlich der formalen Gründung in Russland vor 120 Jahren, sowie den Abschluss des 350. Unternehmensjubiläums eine Wissenschaftskonferenz unter Beteiligung von Nobelpreisträger Prof. Arieh Warshel und den führenden russischen und deutschen Wissenschaftsunternehmen.

Rüdiger von Fritsch, deutscher Botschafter in Moskau
Frank Gotthardt (Merck) mit Dr. Robby Schlund

Der Konferenz folgte eine Preisverleihung des renommierten „N. N. Blokhin National Research Center of Oncology“, bei welcher der ehemalige MDR-Intendant, Fritz Pleitgen, für seinen Einsatz am Krebskrankenhaus in Perm ausgezeichnet wurde.

Einen fulminanten Abschluss bildete das große Festkonzert im Stanislavsky Theater mit der Deutschen Philharmonie Merck, welche extra zu diesem Anlass nach Moskau gebracht wurde.

Besuch bei Rödl & Partner

Am gestrigen Montag  besuchte ich die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner in Russland und machte mir im Gespräch mit Dr. Andreas Knaul, dem Leiter der Rechts- und Steuerberatung, sowie Generaldirektor Alexey Sapozhnikov, ein Bild von der vielfältigen Arbeit für die deutsche Wirtschaft, insbesondere die Mittelständische.

Rödl & Partner ist der Ansprechpartner bei Fragen zu Recht-, Buchhaltungs- und Geschäftsbelange für Konzerne und mittelständische Unternehmen in Russland.

Ihr,
Dr. Robby Schlund

Der Blick aus den Büros von Rödl & Partner in Moskau

Masernfälle nehmen weltweit zu – Koalition prüft bundesweite Impfpflicht

Bereits im August 2018 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darüber informiert, dass in der Europäischen Region der WHO eine drastische Zunahme von Masernerkrankungen zu verzeichnen ist. Sieben Länder, darunter Frankreich, Georgien, Griechenland, Italien, russische Föderation, Serbien und Ukraine, gaben in 2018 mehr als 1000 Infektionsfälle bei Kindern und Erwachsenen an. In Deutschland waren im Jahr 2018 laut dem Robert-Koch-Institut 543 Masernfälle gemeldet worden, im Vorjahr allerdings 929 Fälle. Am stärksten betroffen war aber die Ukraine, mit 23.000 Fällen. Das entspricht mehr als der Hälfte der gemeldeten Masernerkrankungen und eine weitere Zunahme ist nicht auszuschließen.

Gründe für diese rasche Verbreitung der hochansteckenden Krankheit sind laut WHO zum einen die unzureichende Qualität der Krankheitsüberwachung und zum anderen der niedrige Impfschutz in einigen Ländern.

Die Impfung gegen diese Viruserkrankung erfolgt bereits im Kleinkindalter. Die erste Teilimpfung findet regulär zwischen dem 11. Und 14. Lebensmonat, die zweite Teilimpfung nach 4 Wochen statt. Erst dann ist der Impfschutz vollständig und eine Ansteckung ausgeschlossen. Impfreaktionen und Nebenwirkungen sind eher selten.

Um eine Weiterverbreitung der Krankheit zu verhindern, muss eine Impfquote von 95% der Bevölkerung erreicht sein. Anlässlich der Europäischen Impfwoche hat das RKI die neuen Impfquoten der Schulanfänger im Epidemiologischen Bulletin 16/2018 veröffentlicht. Im Jahr 2016 haben somit erstmals alle Bundesländer bei der ersten Masernimpfung die Impfquote von 95 Prozent erreicht. Bei der aber entscheidenden zweiten Masernimpfung liegt die bundesweite Impfquote nur bei 92,9 Prozent.

Um einen erneuten Ausbruch der Masernerkrankung zu verhindern, spricht sich die Mehrheit der Ärzte der Alternativen für Deutschland für eine Pflicht zur Einfachimpfung aus. Mehrfachimpfungen sollten hingegen freiwillig bleiben. Krankheiten oder sogar der Tod durch die nicht geimpfte Krankheit selber sind weitaus größer, als ein vielleicht einsetzender Impfschaden. Durch Einhaltung der Qualitätsrichtlinien und Betreiben eines Qualitätsmanagementsystems in Arztpraxen sollten Impfschäden sehr gering vorkommen, auch aufgrund der ausgezeichneten Qualität moderner Vakzine. Bei dennoch, extrem selten, auftretenden Impfschäden sind die Hersteller des Medikamentes entsprechend zur Schadensregulierung und Kostenübernahme verpflichtet. Die Politik muss verantwortungsbewusst mit der Gesundheit unserer Kinder umgehen und eine entsprechende Impfpflicht kostenfrei zur Verfügung stellen.