Das Ende der Eiszeit – Parlamentarierdelegation aus Yamal in Thüringen (1/3)

Auf Einladung der Deutsch Russischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages weilte in der Zeit vom 2. bis 4. März eine 8-köpfige Delegation aus der Region Yamal in Thüringen.

Der AfD-Abgeordnete für den Wahlkreis Gera-Altenburg-Greiz, Dr. Robby Schlund, ist der Vorsitzende der Parlamentariergruppe, die mit allen politischen Parteien besetzt ist, und engagiert sich für die Normalisierung der Beziehungen zu Russland. Nach Verhängung der Sanktionen gegen das Land herrschte lange Zeit auch auf parlamentarischer Ebene Eiszeit, die er durch seine Bemühungen nach und nach beenden konnte. So ist der soeben zu Ende gegangene Besuch der russischen Gäste nicht die erste Initiative auf dem Weg zu einer Annäherung.

Und was liegt für einen patriotisch gesinnten Parlamentarier näher, als den Gästen, vier Damen und vier Herren, seine eigene Heimatregion zu zeigen?!

Yamal ist vergleichbar mit einer Provinz oder einem Bundesstaat, angesiedelt im Norden Russlands, dort, wo es die meiste Zeit des Jahres eisig kalt und nie lange hell ist.

Die Region verfügt über riesige Erdölreserven, ist die wichtigste Erdgasquelle Russlands und Heimstatt von geschätzten 750.000 Rentieren. Die Einwohnerzahl beträgt hingegen bei einer Fläche von ca. 777.000 km² nur 530.000. Darin enthalten sind die Angehörigen dreier indigener Völker, deren Schutz und Erhalt ein wichtiges Anliegen der dortigen Regierung ist. Bei der Abreise nach Deutschland betrug die Temperatur in Yamal -28°Celsius.

Hierzulande erwartete die Gäste nicht nur auf dem Thermometer ein Anstieg der Temperatur, sondern überall dort, wo sie nach einem eng gestrickten Aufenthaltsprogramm empfangen wurden, ging es sehr warmherzig zu.

Das begann in Wünschendorf, dem Heimat- und Wohnort von Dr. Robby Schlund, mit einem stärkenden Mittagessen, gefolgt vom Besuch des Ateliers von Bildhauer Volkmar Kühn am Kloster Mildenfurth, der Besichtigung der zum Weltkulturerbe gehörenden Kirche Sankt Veit und setzte sich in Gera fort.

Dr. Robby Schlund legt bei seinen Einladungen großen Wert darauf, dass sich nicht nur Parlamentarier auf der horizontalen Leitungsebene treffen, sondern möchte vor allem vertikal den Kontakt zwischen Institutionen, Einrichtungen, Verbänden und Unternehmen fördern.

Das soll dazu führen, dass die parlamentarische Vermittlung nach und nach überflüssig wird und sich die Partner untereinander vernetzen und selbständig zusammenarbeiten.

Es hat im Rahmen des Aufenthaltsprogrammes dazu erste Ideen und Absprachen gegeben, die es nunmehr zu verfestigen und umzusetzen gilt. So kann sich die russische Seite einen kulturellen Austausch sehr gut vorstellen. Das soll vor allem eine Unabhängigkeit davon schaffen, in welcher Phase der Entwicklung sich die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau gerade befinden. Denn die Folgen repressiver Maßnahmen verspüren in jedem Falle ausschließlich die Menschen, die im direkten Kontakt keinerlei Vorbehalte oder Berührungsängste haben.

Für unsere Kinder: Kita Zauberwald in Gera-Frankenthal erhalten!

Ob der Kindergarten in Gera-Frankenthal geschlossen wird oder eine Zukunft hat, ist noch immer nicht entschieden. Mittlerweile protestierten Eltern gegen die Schließung der Volkssolidarität-Einrichtung „Zauberwald“.

Eine zermürbende Ungewissheit für alle betroffenen Eltern.

Zwar möchte die Volkssolidarität den Kindergarten in Frankenthal weiter betreiben, sieht sich gleichzeitig jedoch trotz zugesagter und auch tatsächlich bereitgestellter Fördermittel in Höhe von 362.000 Euro nicht in der Lage, die Auflagen im Umfang von 640.000 Euro selbst zu stemmen.

Warum an dem Gebäude seit 15 Jahren nichts gemacht wurde, der Träger nun mit Zahlen jongliert und Eltern sowie Kinder mit Informationen im Unklaren gehalten werden, ist genau so fraglich, wie unfair.

Ihr,
Dr. Robby Schlund

Dr. Robby Schlund unterstützt GERAER TAFEL e.V.

Der gemeinnützige Verein Geraer Tafel e.V., 1995 gegründet, hat es sich mit seinen gegenwärtig 38 Mitglieder und 48 ehrenamtliche Mitarbeiter, welche ohne jegliche Entlohnung an vielen Wochenstunden von Montag bis Samstag für unsere Bürger tätig sind, zur Aufgabe gemacht, überschüssige und gespendete Lebensmittel einzusammeln und an Bedürftige weiterzugeben.

Diesen sozialen Beitrag unterstützt Dr. Robby Schlund mit einem Sponsoring-Engagement, um bei der Überwindung von Armut in unserer Stadt zu helfen. Ziel ist es, Menschen in wirtschaftlich schwierigen Lebenslagen durch diese ergänzende Hilfe eine erweiterte Teilhabe an den Lebensmöglichkeiten unserer Gesellschaft zu bieten.

Organspenden in Deutschland reichen nicht!

Seit 2012 bis heute ist die Zahl der Organspender zurückgegangen. Deshalb finden wir einen Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Transplantationsgesetzes eine sehr gute Idee. Speziell die Verbesserung der Zusammenarbeit und die Stärkung der Transplantationsbeauftragten in ihrer Position, sind, in der Tat, die richtigen Hebel.

Aber, wenn man etwas macht, dann sollte man es auch gut machen und zu Ende diskutiert haben. Das Ziel muss eine Lösung sein, die den Menschen in unserem Land das Vertrauen in die Institutionen wieder zurückgibt. Eine Vertrauenslösung gewissermaßen! Ansonsten wird man, mit dem Gesetz, eher das Gegenteil bewirken, nämlich weniger Organspendebereitschaft und das wäre fatal.

Die Transplantationsbeauftragten erhalten weitreichende Kompetenzen durch das Gesetz. Soweit so gut! Was Sie allerdings nicht beachtet haben, ist, dass nur durch ein strenges, bundesweit einheitliches Ausbildungscurriculum der Bundesärztekammern, die notwendige Qualitätssicherung erreicht werden kann.

Das sollte allerdings, mit einer entsprechenden fachlichen und ethischen Eignungsprüfung, von den zukünftigen Transplantationsbeauftragten unter Beweis gestellt werden. Ansonsten schafft man nur Chaos.

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Die AfD bemängelt, dass Transplantationsbeauftragte, selbstständig eigene Verfahrensabläufe zur Organentnahme in der Klinik erstellen können. In Deutschland sind derzeit mindestens 1.306 Entnahmemöglichkeiten verfügbar. Soll nun allen Ernstes riskiert werden, 1306 Verfahrensweisen zur Organentnahme einzeln irgendwie handhaben zu müssen? Was ist denn, wenn ein Transplantationbeauftragter vertreten werden muss? Vielleicht von einem Kollegen aus einem anderen Teil Deutschlands? Wird dann, das selbst installierte System der Organentnahme, von der Vorbereitung bis zur Betreuung der Hinterbliebenen, dann etwa von einem Tag zum anderen komplett umgekrempelt.

Oder schlimmer noch, soll dann ein Vertreter, im eigenen Haus, der noch nicht mal ein Arzt sein muss, die Verantwortung, dieses, so hoch sensible Procedere übernehmen? Nein. Sollte man, nicht auch gerade hier, bei der so massiven Erweiterung der Privilegien der Transplantationsbeauftragten, nicht auch, bestimmte Verhaltensregeln und – verpflichtungen juristisch verankert abverlangen? Wir denken, dass dies unumgänglich ist.

Die Regierung muss eine bundeseinheitliche Richtlinie schaffen, die im Einzelnen die Zuständigkeiten sowie Handlungs- und Prozessabläufe in Entnahmekliniken festlegt. Ein Qualitätsmanagementsystem für den Prozessablauf der Organspende, verbindlich für alle Entnahmekrankenhäuser und Transplantationszentren. Das schafft Vertrauen und Kontinuität!

Last but not least, mein Appell an die Regierung; Erkennen Sie auch die Spendenbereitschaft als Ehrenamt an! Verbessern Sie die Überlebenschance von Dialysepatienten durch die Einführung und Vergütung der Cross-Over-Spende! und Bitte lehnen Sie nicht gleich, ohne nachzudenken jeden Antrag der AfD ab!

Die Grundidee des Gesetzentwurfs ist gut, aber es fehlt an Strukturierung und Qualitätsabsicherung. Stimmen Sie zu, unsere Zusatzanträge zurück an den Ausschuss zu überweisen, damit wir nochmals gemeinsam beraten! Ich bin mir sicher, dass wir eine gute Lösung finden werden, mit der wir das das Vertrauen in die Organspende wieder zugewinnen können.

Es geht hier nicht um uns, es geht einzig und allein um das Interesse und das Wohl unserer Bürger und unserer Patienten in unserem Land.

Ihr,
Dr. Robby Schlund

Meine rote Hand gegen die Ausbeutung von Kindern als Kindersoldaten

Heute ist der internationale Gedenktag an das Schicksal von Kindersoldaten. Auch ich unterstütze die Aktion und den Red Hand Day. Hunderttausende rote Handabdrücke wurden schon in über 50 Ländern gesammelt und an Politiker und Verantwortliche übergeben, darunter der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der deutsche Außenminister und der Bundespräsident. Und dennoch gibt es immer noch 250.000 Kindersoldaten weltweit.

In zahlreichen bewaffneten Konflikten in aller Welt werden Kinder als Soldaten in den Kampf geschickt. Aktuelle Beispiele sind Afghanistan, Tschad, Zentralafrikanische Republik, Kolumbien, Demokratische Republik Kongo, Indien, Irak, Israel / Palästina, Myanmar (Burma), Pakistan, Philippinen, Somalia, Sudan, Südsudan, Syrien, Thailand and Jemen.

Diese Ausbeutung von Kindern als Kindersoldaten muss aufhören! Darum gebe auch ich meine rote Hand!

Ihr,
Dr. Robby Schlund

5 Millionen Euro für Sinnlos-Studie – Spahn zeigt, dass er Altpolitiker ist

Der Gesundheitsminister Jens Spahn zeigt, dass er in den uralten Strukturen der Altparteien zuhause ist. Anstatt sich klar gegen die Lockerung des § 219a StGB auszusprechen und Familien und Leben zu schützen, wird Geld zum Fenster hinausgeschmissen, um Gutachter zu finanzieren, die viel Lärm um nichts machen und um das Post-Abortion-Syndroms erforschen zu lassen.

Jedoch existieren bereits zahlreiche nationale und internationale wissenschaftliche Studien zu den Folgen von Schwangerschaftsabbrüchen. Eine Übersicht geben zum Beispiel SaveOne Europe und SAGE journals (siehe Quellen-Box).

Hätte Gesundheitsminister Spahn also seine Hausaufgaben gemacht, sollte auch ihm klar geworden sein, dass eine weitere Studie keinerlei Erkenntnisgewinn bringen kann und somit 5 Millionen Euro an Steuergeld weitaus besser investiert hätten werden können.

Dieses Geld wäre bei unseren Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen sehr viel besser aufgehoben. Der Investitionsstau hat hier weiter zugenommen, so dass nach den vergangenen Sommerferien so viele Kinder wie nie in reparaturbedürftigen Schulen lernen mussten. Auch die Qualität der hiesigen Tagesbetreuung für Kinder ab dem ersten Lebensjahr, ist weit von den international empfohlenen Standards entfernt. Einfach den gesunden Menschenverstand einschalten!

An diesem Beispiel zeigt sich sehr deutlich: Die AfD bietet Alternativen für Deutschland. Mit unserer Politik wäre inhaltlich eine andere Richtung eingeschlagen worden und wir hätten das Geld zugunsten von Kindern und Alten ausgegeben oder gespart!

Ihr
Dr. Robby Schlund

Eckpfeiler des europäischen Sicherheitssystems – Wir wollen den kalten Krieg nicht zurück

Der russische Botschafter in Berlin Sergej Netschajew hat vor wenigen Tagen den INF Vertrag als „einen Eckpfeiler des europäischen Sicherheitssystems,-  und einen der wichtigsten Abrüstungsverträge der Welt“ bezeichnet.

Die AfD Bundestagsfraktion und ich ganz persönlich, danken dem Botschafter für diese klare Position, da wir diese Meinung teilen. Wir fordern, dass nicht nur Russland, sondern auch die USA an der Aufrechterhaltung dieses Vertrags mitwirken. Dafür werden wir uns auch einsetzen! Und wir glauben dem Botschafter Netschajew auch, wenn er betont, dass Russland keine Konfrontation mit anderen Staaten sucht.

Warum sollte Russland auch, diese Art von Konfrontation suchen? Wenn man auf die Weltkarte schaut, würden atomare Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von 500-5500 km lediglich Teile Alaska erreichen können.

Umgekehrt wären die Nutznießer beim Austritt aus dem INF – Vertrag, eher die USA, denn sie könnten nicht nur von Westeuropa, sondern auch von fast 800 weltweiten Militärbasen, russisches Territorium erreichen. Man muss kein guter Militärstratege sein, um zu erkennen, dass die neue Militärdoktrin der USA, geradezu zu den Austritt aus dem INF-Vertrag nötigt. Das ist einfache militärtaktische Logik!

Hier nochmal zum Verständnis: Zur neuen Militärstrategie der USA gehören Elemente, wie Prompt Global Strike mit 32.000 Marschflugkörpern, Cyberwaffen und Drohnentaktik mit zigtausend unbemannten Flugkörpern.

Außerdem haben die USA in ihrer Militärdoktrin ausdrücklich das Führen eines atomaren Erstschlages gegen einen beliebigen Gegner nicht ausgeschlossen. Dennoch war die russische Seite am 15. Januar in Genf, offen und kompromissbereit auf die USA zugegangen, aber sie wurde, wie zu Zeiten des Kalten Krieges behandelt. Das geht so nicht. Das US-Militär Budget beträgt das 10-fache von Russland. Es erscheint geradezu aberwitzig, eine von Russland ausgehende Bedrohungslage zu konstruieren!

Die US-Administration sollte statt Porzellan zu zerschlagen, auf Länder zugehen, wie z.B. China. China unterliegt nämlich nicht den Regeln des INF-Vertrages, wie auch weitere 8 Länder. Leider fällt unserem Außenminister nichts Besseres ein, als unbewiesene Behauptungen russischer Vertragsverstöße zu repetieren.

Wobei ihm tatsächlich zu Gute zu halten ist, dass er im Gespräch im Außenauschuss, diese Woche, zugesichert hat, dass Deutschland keine Mittelstreckenwaffen der USA stationieren werden würde. Nehmen wir im beim Wort. Oder besser noch: Folgen Sie dem positiven Beispiel von Österreich und treten Sie dem Atomwaffenverbotsvertrag bei. Das wäre ein Zeichen!

Die AfD fordert die Bundesregierung, und vor allem den Außenminister auf, sich nicht zum unkritischen Erfüllungsgehilfen amerikanischer Machtumsetzung zu machen. Machen Sie endlich eigenständige Politik im deutschen und vor allem europäischen Sicherheitsinteresse! Bringen Sie die Verhandlungspartner an den Tisch und vergessen Sie China nicht!

Eine Erhaltung, Erweiterung und Modifizierung des INF-Vertrages im Dialog mit USA, Russland und China zu erreichen, wäre in der Tat, ein diplomatischer Erfolg und ein guter Schachzug für unsere Sicherheit in Europa. Wir wollen den kalten Krieg nicht zurück. Zum Wohle unseres Volkes, darf Deutschland nie wieder zwischen die Fronten der Interessen von USA und Russland geraten.

Ausgrenzung der AfD in Buchenwald

Schuld oder Unschuld eines ganzen Landes gibt es nicht. Schuld ist… nicht kollektiv, sondern persönlich… Der ganz überwiegende Teil unserer heutigen Bevölkerung war zu damaliger Zeit entweder im Kindesalter oder noch gar nicht geboren. Sie können nicht eine eigene Schuld bekennen für Taten, die sie gar nicht begangen haben!“
(Richard von Weizsäcker am 08.05.1985)

Nun soll der AfD das demokratische Recht auf das Gedenken an die Opfer des Totalitarismus, Faschismus und das Krieges auf drängen anderer Parteien und zivilgesellschaftlicher Akteure verwehrt werden. Das ist eine bedenklich undemokratische Sichtweise und es scheint, dass, je stärker die AfD-Opposition durch Sachverstand und -politik die Etablierten herausfordert, desto heftiger ist der Widerstand derer, die dem nichts entgegenzusetzen haben.

Der Direktor der “Stiftung Gedenkstätten Buchenwald”, Volkhard Knigge, hat alle AfD-Mitglieder pauschal ausgeladen. Somit auch Dr. Schlund, der im vergangenen Jahr noch einen Kranz zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus niederlegen durfte, was ihm nun durch undemokratische Ausgrenzung verwehrt wird.

Zur Erinnerung sei gesagt, dass es die Deutsch-Russische Parlamentariergruppe unter AfD-Vorsitz gewesen war, die es geschafft hatte, nach Jahren der Eiszeit mit Russland den Kontakt wieder herzustellen und eine hochrangige Duma-Delegation 2018 nach Deutschland zu holen.

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Der Kranz des Bundestagsabgeordneten Dr. Robby Schlund in Buchenwald (2018)
Christoph Naumann und Dr. Robby Schlund legen Kranz zum Tag der Befreiung im Treptower Park nieder.
Christoph Naumann und Dr. Robby Schlund bei der Kranzniederlegung im vergangenen Jahr am Ehrenmal im Treptower Park.
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Kranzniederlegung mit dem russischen Botschafter, Sergej J. Netschajew

Ein Höhepunkt des Aufenthaltes dieser Delegation war die gemeinsame Kranzniederlegung im Beisein des russischen Botschafters im Treptower Park. Von der russischen Seite nahmen Vertreter der Parteien Einiges Russland, Kommunistische Partei, Gerechtes Russland und LDPR teil, von der deutschen Seite nur die AfD. Alle anderen Bundestagsfraktionen schickten trotz Einladung keinen Vertreter.

Alle waren sich einig, dass heute Faschismus und Totalitarismus nicht nur aus einer Richtung erwachsen kann, sondern aus allen ideologischen und religiösen Ansichten. Erste Anzeichen sind Ausgrenzung vom demokratischen Diskurs, gewaltsame Angriffe auf Personen und Denunziation. Eine uns sorgenvoll stimmende Entwicklung.

Feinstaubbelastung: Politiker diskreditieren Mediziner und Wissenschaftler

Es sind Lungenfachärzte, Wissenschaftler und Professoren, die in einer kritischen Überprüfung die Gefahr von Feinstaub und Stickoxiden bezweifeln und eine neue Überprüfung der Grenzwerte fordern.

Die Äußerungen mancher Politiker zu den jetzt veröffentlichen Ergebnissen ist eine Diskreditierung für die Mediziner unseres Landes. Der Grünen-Politiker Dieter Janecek twitterte: „Um das mal klar zu sagen: Was Union und FDP zusammen mit ein paar verirrten Lungenärzten da in Sachen #Umwelthilfe #Feinstaub #Stickoxide aufführen, hat Reichsbürger-Niveau. Eine Schande für die deutsche Politik ist das.[1]“ Auch Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte, kritisierte: „Der Aufruf der Lungenfachärzte zur Relativierung NOX Werte ist nicht akzeptabel“, und weiter „Was will man erreichen? Dass NOX und Feinstaub Gefäße, ungeborene Kinder und Gehirne alter Menschen beschädigen ist komplett unstrittig bei internationalen Wissenschaftlern.[2]“. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) bezeichnete die Stellungnahme als „Ablenkungsmanöver“[3].

Ein Lungenarzt bei der Auswertung von Röntgenbildern

Die Ärztegruppe von klinischen Forschern, Wissenschaftlern und Lungenärzten wird angeführt von  Professor Dr. med. Dieter Köhler,  ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für  Pneumologie.
Die Atemwegs- und Lungenheilkunde (Pneumologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Vorbeugung, Erkennung und fachärztlichen Behandlung von Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mediastinums (Mittelfell), der Pleura (Rippen- und Lungenfell) sowie der Beatmungsmedizin (DGP) befasst. Professor Dr. med. Dieter Köhler, hat die Methodik der Untersuchung zu Auswirkungen von Stickoxiden und Feinstaub grundlegend kritisiert.

In Anbetracht der Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und einer aktuellen Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes lässt sich feststellen, dass sich die Zahl der Todesfälle bei Stickstoffverbindungen auf 6.000 bis 13.000 und bei Feinstaub auf 60.000 bis 80.000 Sterbefälle jährlich beläuft. An durch Zigarettenkonsum bedingten Lungenkrebs und COPD sind es ungefähr die gleiche Menge Todesfälle. „Lungenärzte sehen in ihren Praxen und Kliniken diese Todesfälle an COPD und Lungenkrebs täglich; jedoch Tote durch Feinstaub und NOx, auch bei sorgfältiger Anamnese, nie. Bei der hohen Mortalität müsste das Phänomen zumindest als assoziativer Faktor bei den Lungenerkrankungen irgendwo auffallen.[4]“, heißt es in der Stellungnahme der Wissenschaftler. Die Feinstaubwerte beim Genuss einer Zigarette liegen bei 100 bis 500 g/m³. Zum Vergleich: in der EU gilt für Stickstoffdioxid (NO2) ein Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter[5].

Feinstaub-Messstation

Prof. Dr. med. Dieter Köhler stellte in seiner Stellungnahme zur Gesundheitsgefährdung für Feinstaub und NOX im Januar 2019 dar, dass den Grenzwerten für inhalative Schadstoffe die wissenschaftliche Basis fehle und dass „die wissenschaftlichen Methoden, insbesondere bei der Bewertung der Größenordnungen, verlassen und durch Ideologien ersetzt[6]“ werden. Die Diskussion über die Gesundheitsgefährdung  müsse wieder auf eine „wissenschaftsmethodologisch rationale Grundlage“ geführt werden.

Die über 100 unterzeichnetes Wissenschaftler dieser kritischen Stellungnahme verfolgen ebenso das Ziel, die Maßnahmen zur Schadstoffvermeidung weiter zu unterstützen, allerdings muss eine Neubewertung der bisherigen wissenschaftlichen Studien durch unabhängige Forscher erfolgen, um eine sachliche Diskussion zum Thema fortzuführen.

Die Fraktion der Alternative für Deutschland hatte bereits im Frühjahr 2018 eine Überprüfung der Grenzwerte für Emissionen von Stickstoffdioxid (NO2) gefordert, welcher dann im Oktober durch den Bundestag mit 456 zu 72 Stimmen eindeutig abgelehnt wurde. Dabei haben wir doch alle das gleiche Ziel: Reduzierung der Feinstaub- und Stickoxidbelastung unter sachlicher und kritischer Betrachtung aller Gefahren und Verbesserungsmöglichkeiten.

Klare Gliederung und fortschrittliche Struktur – Darum ist Dänemarks Gesundheitskonzept unter den Top 3

Der zweite Tag in Dänemark hatte für die Mitglieder des Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages wieder viele interessante Besichtigungen auf der Tagesordnung stehen.  

Mit einem Besuch beim zweitgrößten Krankenhaus des Landes, das „Rigshospitalet“ startete der heutige Tag. Es verfügt über sechs Behandlungs- und zwei interdisziplinären Zentren und erfüllt nationale und regionale Funktionen in allen medizinischen Fachgebieten außer Dermatologie, Arbeitsmedizin und Kinderpsychiatrie. Die acht Bereiche werden finanziell und administrativ unabhängig voneinander geführt.

Im Bereich der Pflege ist eine einheitliche und gut organisierte Struktur erkennbar. Die Ausbildung im Pflegebereich ist kostenlos und wird mit einem Bachelor-Abschluss beendet. Nicht verwunderlich ist demnach, dass es mehr Bewerber als Ausbildungsstellen gibt. Nach der Grundausbildung kann eine Weiterbildung zum Beispiel zur Gemeindeschwester erfolgen. Diese Berufsfelder versorgen die ambulanten Patienten in den einzelnen Krankenhäusern der Kommunen, so zum Beispiel nach Krankenhausentlassungen, zur Rehabilitation oder auch regelmäßige Infusions- und Arzneimitteltherapie. Eine Pflegekraft verdient im Durchschnitt ca. 2.900,00 EUR Brutto bei 37 Stunden maximaler Wochenarbeitszeit und 5 Wochen Urlaub. Das Renteneintrittsalter liegt bei 65, bei bestehender Krankheit auch eher. Aufgrund dieser positiven Faktoren gepaart mit einem besserem Arbeitklima und Anerkennung im Pflegeberuf pendel viele deutsche Fachkräfte zum Arbeiten nach Dänemark.

Im Rigshospitalet gibt es eine ganz besondere Behandlungsweise bzw. ein patientenorientiertes Konzept für Intensivbehandlungen von Leukämiepatienten in ihrem häuslichen Umwelt und ohne Beisein von Fachpersonal, die sogenannte „Chemotherapie at home“. Eine digitale Pumpe übernimmt die Behandlung viermal täglich. Alle zwei bis drei Tage kommt der Patient ins Krankenhaus zum Gespräch mit einem Arzt oder einer Krankenschwester und erhält einen neuen Vorrat an Zytostatika. Dadurch wird zum einen die Anzahl der Tage, an denen die Patienten stationär untergebracht sind, von 30 auf 10 reduziert, zum anderen können die Patienten mehr Zeit mit Freunden und Familie im vertrauten häuslichen Umfeld verbringen. Die medizinischen Behandlungskosten werden gesenkt, während die Behandlungsqualität durch ein viel besseres Wohlbefinden und Selbstvertrauen der Patienten steigt. Im Vergleich zu stationären Fällen kommt es außerdem zu einer geringeren Belastung des Immunsystems, da sich in der häuslichen Umgebung größtenteils die „eigenen“ Keime befinden, weniger Infekte sind die Folge. Für den Notfall steht 24 Stunden am Tag eine Hotline sowie heimatnahe ausgebildete Pfleger zur Verfügung. Die Kosten werden komplett durch das Krankenhaus getragen. Das System „Chemotherapie at home“ kommt bei den betroffenen Patienten sehr gut an, etwa 92 % sprechen sich für dieses Modell aus. Bei den anderen 8% ist eine häusliche Therapie aus medizinischen Gründen leider nicht möglich.

Nach den sehr interessanten und informativen Gesprächen im „Rigshospitalet“ erfolgte der Besuch des Gesundheitszentrums in Nørrebro, in welchem Allgemeinmediziner/innen mit Pflegekräften, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Hebammen und anderen Gesundheitsberufen zusammenarbeiten. Die Bürgermeisterin für Gesundheit und Pflege, Frau Sisse Marie Welling, erläuterte den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses, dass die Gesundheitszentren in Dänemark für Vorbeugung und Rehabilitierung zuständig. Frei nach dem Motto „Enjoy life, Copenhagens“ soll damit die Lebensqualität gesteigert werden und die Aussicht auf ein langes und gesundes Leben unter Nutzung der Präventionsmöglichkeiten gegeben werden. Die Zentren bieten z.B. Unterstützung für Patienten mit chronischen Krankheiten und helfen Personen, die das Rauchen aufgeben möchten oder die an Alkoholsucht leiden. Gesundheitszentren gibt es in allen Kommunen des Landes, diese sind häufig in ehemaligen Krankenhäusern untergebracht.

Zu guter Letzt erfolgte noch ein Besuch bei Healthcare DENMARK. Dänemark ist ein absoluter Vorreiter im internationalen Gesundheitswesen und wird dabei durch Healthcare DENMARK unterstützt. Es hat ein nationales und politisches Mandat, die Exzellenz des dänischen Gesundheitswesens zu repräsentieren. Unterstützt wird diese Initiative durch das dänische Gesundheitsministerium, das Außenministerium Dänemarks, das Ministerium für Wirtschaft und Wachstum, die dänischen Regionen, die Region Süddänemark, der Verband der dänischen Industrie, der Verband der dänischen Unternehmer, Falck, KMD, Systematic, OpenTeleHealth, das Copenhagen Healthtech Cluster, Public Intelligence und Vendlet. Ihre Majestät, Kronprinzessin Mary von Dänemark, ist Schirmherrin von Healthcare DENMARK.

 

Perspektivisch wird Dänemark in den nächsten zehn Jahren mehr als 5 Milliarden Euro in 16 neue Krankenhausprojekte investieren. Zum einen verspricht man sich eine höhere Qualität des gesamten dänischen Gesundheitswesens und zum anderen soll somit die Gewährleistung der landesweiten Bereitstellung von modernen Gesundheitsleistungen gegeben werden. Ziel ist die Schaffung von flexiblen Kapazitäten, angepasst auf die zukünftigen Behandlungs- und Pflegebedürfnisse. Ca. 20 % der Kosten werden in die Beschaffung, Entwicklung und Umsetzung neuer Ausrüstungen und Technologien investiert. Die Modernisierung des dänischen Krankenhaussystems führt zu einer landesweiten Verbreitung des neuesten Wissensstands, neuer Technologien und bewährter Praktiken. Die fortschreitende Digitalisierung werden Ressourcen für die Behandlung und Pflege freigesetzt und zugleich die Arbeitsschutzbedingungen für das Personal verbessert.

Das dänische Gesundheitskonzept kommt durch seine klar gegliederte und fortschrittliche Struktur auf Platz drei im EU-Vergleich und das zu Recht!