“Auswirkungen von Sanktionen und Dialog in einer multipolaren Welt” – Zweiter Besuch in Russlands größter Universität (MGU)

Gestern besuchte ich die Lomonossow Moscow State University (MGU). Es war mein zweiter Besuch der größten staatlichen Universität Russlands und ich hatte die Ehre, eine Vorlesung vor den besten internationalen Studenten der MGU zu halten.

Hochkonzentriert und mit äußerster Neugier folgten die rund 150 internationalen Studenten im Hörsaal der politologischen Fakultät meinen Ausführungen zu Zusammenhang und Auswirkungen von Sanktionen und Dialog in einer multipolaren Welt.

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Lesen Sie hier von meinen ersten Besuch Russlands größter staatlichen Universität.

So sind vertikale Beziehungen zwischen Politik und Wirtschaft zwischen unseren Ländern der Schlüssel zum Dialog. Regionale Vernetzung, Energiesicherheit und Völkerverständigung spielen eine tragende Rolle in einer multipolaren Welt. Auch die aktuelle Sanktionspolitik auf beiden Seiten, gilt es zu überprüfen, da sie sich negativ auf das Wohl der Bevölkerung der beiden Länder auswirkt. Die Sanktionspolitik führt immer zu Konflikten, Diskrepanzen und verstärken Feindseligkeiten bis hin zum Krieg. Dies wurde an Beispielen des Iraks und aktuell auch am Iran deutlich gemacht. Deshalb sind Sanktionen welcher Art auch immer niemals eine Option.

Das Interesse der Studenten, insbesondere an der AfD, war so enorm, dass die anschließende Fragerunde nicht genügend Zeit bot, um alle Fragen zu beantworten. Ich habe mich verpflichtet, alle noch offenen Fragen an die Experten unsere Fraktion weiterzuleiten und zu beantworten.

Nach der Vorlesung führte ich ein sehr interessantes Gespräch mit dem stellvertretenden Rektor für internationale Beziehungen, Professor Yuri A. Mazei.

Da die Universität mit ihren 41 Fakultäten sehr groß ist, konnte ich bei meinen letzten Besuch nur einen kleinen Teil besichtigen. Jetzt hatte ich die Gelegenheit, weitere Eindrücke zu sammeln und bekam Zutritt zu mir noch unbekannten Abschnitten, samt atemberaubenden Überblick über Moskau.

Das Kollegium der Lomonossow Moscow State University war sehr zuvorkommend und Herr Anton Kompleev, stellvertretender Dekan für internationale Beziehungen, verabschiedete mich mit einem freundlichen Geschenk. Ich bin zuversichtlich, dass sich unsere Zusammenarbeit intensivieren wird und wir gemeinsame Lösungen für die Anforderungen der Welt von morgen erarbeiten können.

Tula State University – Zusammenarbeit für bessere medizinische Versorgung fördern

Ich besuchte heute das Medizinische Institut der Tula State University in der zentralrussischen Stadt Tula. Die Universität wurde 1930 gegründet und zählt rund 9.900 Studenten aus 50 Ländern.

Ziel meines Besuches war es, Kontakte zu russischen Spezialisten für die gemeinsame Durchführung von Forschungsarbeiten zu knüpfen. Mit Herrn Prof. Dr. Alexander Agubechirovich Khadartsev führte ich diesbezüglich interessante Gespräche.


Beim anschließenden Besuch im Medical Clinical Center, eine Einrichtung, welche sich mit Bildungs- und Forschungsaktivitäten befasst, zeigte mir die stellvertretende Direktorin, Frau Ksenia Yurievna Kitanina, im Rahmen eines Rundgangs die Einrichtung.
Die Studenten des Medizinischen Instituts absolvieren im Medical Clinical Center ihr fünftes und sechstes Studienjahr im Rahmen der klinisch-praktischen Ausbildung. Mir wurden verschiedene medizinischen Geräte und Apparate gezeigt, sogar ein Sehtest wurde mit mir in der Augenklinik durchgeführt.

Anschließend traf ich mich mit dem Dekan der medizinischen Fakultät der TSU, Herr Alexander Agubechirovich Khadartsev und dem stellvertretenden Rektor, Herr Michail Sergeevich Vorotilin. Sie sprachen sich für eine intensivere Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und Entwicklung aus und legten hierbei besonderen Wert auf unsere Hochschulen in Thüringen, insbesondere in Ostthüringen. Herr Alexander Agubechirovich Khadartsev schlug vor, gemeinsam die beiden Projekte für die Organisation der primären Gesundheitsversorgung und Erforschung der Mikrozirkulation in Geweben im Zusammenhang zu implementieren.

“Die Probleme der deutschen und russischen Gesundheitsversorgung sind ähnlich, insbesondere im ländlichen Raum, was die zukünftige Versorgung mit Fachärzten betrifft.”, gab ich zu verstehen. Mein Ziel ist es, neue Konzepte zu entwickeln, um unseren Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland effizientere ambulante Versorgungen zu ermöglichen. Die Erfahrungen der russischen Kollegen sind hierbei sehr hilfreich.

Mit meinen Gesprächspartnern einigte ich mich darauf, einen Entwurf für eine Vereinbarung über die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Tula State University zu erarbeiten.

Abschließend hielt ich vor den Studentinnen und Studenten der Tula State University eine Vorlesung zum Thema „Prävention, Adaptive Therapie und funktionelle Medizin – Forschung und Entwicklung der Medizin in einer modernen Gesellschaft“, berichtete über die Komplexität von Biosystemen sowie über Kapillarmikroskopie und informierte im zweiten Teil meiner Vorlesung über Reformmöglichkeiten des deutschen Gesundheitssystems, um es für die Anforderungen der Zukunft fit zu machen. Hierzu stellte ich die Entwürfe des AK Gesundheit der AfD Fraktion vor und überbrachte Grüße unseres AK-Leiters, Herrn Professor Gehrke.

Die Arbeit der AfD Fraktion wird im Ausland sehr positiv beurteilt und mit Interesse beobachtet. Es wurde darauf hingewiesen, die Arbeit noch stärker in Englisch und weiteren Sprachen zu veröffentlichen, um den objektiven Informationsfluss an die jungen Studierenden zu verbessern.

Ihr,
Dr. Robby Schlund

Gegen Krieg und Faschismus – 74. Tag der Befreiung

Der 9. Mai ist als Tag der Befreiung ein Gedenktag, an dem dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa und der Befreiung vom Faschismus 1945 gedacht wird.

Auch in diesem Jahr nahm Dr. Robby Schlund persönlich an den Feierlichkeiten teil und legte einen Kranz am Sowjetischen Ehrenmal nieder. Mit dabei waren auch die Direktkandidaten für die anstehenden Landtags- und Kommunalwahlen in Thüringen,  Sigvald Hahn und Eike Wachowiak aus Dr. Schlunds Wahlkreis.

Dr. Schlund mahnte, dass Faschismus nicht nur aus einer, sondern in der heutigen, multipolaren Welt aus fast allen ideologischen und religiösen Richtungen erwachsen kann.

Gegen Faschismus und für die Freiheit ein Zeichen zu setzen, war auch für Sigvald Hahn und Eike Wachowiak das oberste Gebot dieses Tages. Dr. Schlund betonte das Engagement der AfD Fraktion zur Völkerverständigung, nicht nur auf Bundesebene, sondern auch auf der kommunalen Ebene, denn eins steht fest: Krieg ist niemals eine Lösung!

Impressionen von der Kranzniederlegung

Politisches Aufeinandertreffen der etwas anderen Art – 1. FC Bundestag gegen 1. FC Gosduma

Sportliche Begrüßung. Pavel Zavalny und Jörn König.

Gestern Abend gab es ein politisches Aufeinandertreffen der etwas anderen Art, nämlich auf sportlicher Eben. Genau gesagt, beim Fußball.

Der 1. FC Bundestag spielte gegen den 1. FC Gosduma. Anpfiff war punkt 18:00 Uhr.

Für das Bundestags-Team trat unter anderem mein Kollege Jörn König von AfD Fraktion an. Russland spielte mit einer gemischten Mannschaft (Männer und Frauen), während der 1. FC Bundestag mit einer reinen Männermannschaft auflief.

Die Mannschaft des 1. FC Gosduma war mit hochkarätigen Persönlichkeiten besetzt. So war neben Alexander Zhukov (stellvertretender Vorsitzender der Duma) auch Pavel Zavalny, mein Counterpart in der deutsch-russischen Parlamentariergruppe mit von der Partie.

Mir wurde die Aufgabe der sportärztlichen Betreuung zuteil und ich kam vier mal zum Einsatz. So versorgte ich über das gesamte Spiel drei deutsche und einen russischen Parlamentarier.

Im sportäztlichen Einsatz.
Für den 1. FC Bundestag - Jörn König

Bei dieser sportlichen Begegnung ging es nicht nur ums Gewinnen, sondern vor allem um das deutsch-russische Verhältnis.

Vor gut einem Jahr war das deutsche Bundestags-Fußball-Team zu Gast in Moskau und verlor gegen die Abgeordneten der russischen Staatsduma mit 3:5. Diesmal sollte es die Revanche im Stadion des SC Siemensstadt in Berlin werden, doch der FC Bundestag verlor erneut, diesmal mit einem knappen 1:2.

Die Niederlage war dabei weniger wichtig, als die Gespräche im Umfeld des Spiels. So setzte ich bereits heute Vormittag mein Gespräch mit Pavel Zavalny fort, um die Zusammenarbeit der Parlamentariergruppe zu vertiefen, ehe ich die russische Delegation im Reichstaggebäude verabschiedete.

 

Herzlichst,
Ihr Dr. Robby Schlund

Fair-Play nicht nur auf dem Rasen. (Dr. Robby Schlund mit Alexander Zhukov)

Offizieller Arbeitsbesuch in Neu-Delhi – #Tag4

Heute war ein besonderer Tag. Ich besuchte die Lotus Valley International School (LVIS), eine Eliteschule in Indien.

Der Schulkomplex ist sehr groß und vollständig digitalisiert. Ich erhielt Einblicke in verschiedene Unterrichtsfächer, die u.a. sensomotorische Fähigkeiten und Koordination fördern. Neben Tanz, Kunst und naturwissenschaftlichen Unterricht, spielt Sport eine große Rolle. So verfügt die Lotus Valley International School über sehr große Sportanlagen für Leichtathletik, Fußball, Golf und vielem mehr. Auch eigene Squash-Courts sind vorhanden.

Die Schulleitung begrüßte Dr. Robby Schlund.

Bei der Sprachausbildung spielt insbesondere der Deutschunterricht eine große Rolle. Der allgemeine Unterricht wird englischsprachig geführt.
Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten der Schule, sprach ich auch mit einem Mädchen, welche eine der Gewinnerinnen im gesamtindischen Wissenschaftswettbewerb ist und beim 2-wöchigen Indien-Russland Summit 2018 den Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin und den Premierminister der Republik Indiens, Narendra Modi, traf. Sie interviewte mich für die hauseigene Schülerzeitung.

Nach einem Kulturprogramm, mit ebenfalls den Besten in indischem Tanz und einem kleinem Sitar-Konzert, konnte ich mich im Töpfern, Malen und Schlagzeugspielen üben und einen Eindruck vom anspruchsvollen Unterricht der Eliteschule erhalten. Ich durfte sogar eine kurze Yoga-Einheit mit den Schülern leiten.

Kulturprogramm, Schlagzeugspielen und Yoga-Einheit

Anschließend hatte ich die Gelegenheit, vor rund 100 Schülern, Lehrern und Eltern einen Vortrag zum Thema Völkerverständigung zu halten und unsere AfD-Fraktion vorzustellen.
Ich habe den jungen Menschen und zukünftigen Führungskräften Mut zugesprochen, ihre alte und traditionsreiche Kultur zu erhalten und mit Fleiß und Disziplin jeden Tag zu lernen, um Indien als größte Demokratie der Welt, zum Leuchtturm einer ganzheitlichen und nachhaltigen Zukunftsvision unserer Jugend weltweit zu machen.
Dazu merkte ich an, dass die vielen jungen Frauen hier im Auditorium, mit Stolz und Selbstbestimmtheit einem mittelalterlichen Frauenverständnis die Stirn bieten sollten und damit, mit dem vedischen Verständnis von Sama Prakriti (sama = ausgeglichen, Prakriti = Persönlichkeit), dem Terrorismus und der Rückständigkeit eine klare Absage erteilen sollten.

Die besten Deutschschüler mit Eltern und Lehrern.

Bei meinem weiteren Rundgang in der Schule, kam ich auch in die Schulkantine, in der es frisch gekochte indische und europäische Spezialitäten gibt, welche ich auch selbst verkosten durfte. Ebenso wurde mir eine der großen Bibliotheken mit über 10.000 Büchern gezeigt. Dort sprach mich ein Schüler an und sagte mir; „Wissen ist die Macht der Zukunft und wird uns zu Global Leadern machen“. Damit hat er recht. Von Demonstrationen, wie wir sie in westlichen Ländern kennen, hält man hier nichts. Die Schülerinnen und Schüler der Lotus Valley International School haben große Ziele und investieren ihre Zeit lieber in Lernen, um die Zukunft besser zu gestalten und die Umwelt Indiens besser zu machen.

Der Besuch diese Eliteschule war äußerst beeindruckend und es hat mich sehr gefreut, diese vielen ehrgeizigen Schüler kennenzulernen.

Lesen Sie am Montag von meinem Besuch des Ganges, dem zweitgrößten Fluss Indiens und wie dort das Abwassermanagement gehandhabt wird.

Ihr,
Dr. Robby Schlund

Einblicke in den Kunstunterricht

Offizieller Arbeitsbesuch in Neu-Delhi – #Tag3

Der dritte Tag meines offiziellen Arbeitsbesuches in Neu Dehli führte mich zu einem Termin in die deutsch-indische Handelskammer. Hier empfing mich die Leiterin der Wirtschaftsabteilung der Deutschen Botschaft, Dr. Renate Schimkoreit und Büroleiterin Sonia Prashar zu einem Gespräch. Mit rund 6.500 Mitgliedern und Hauptsitz in Mumbai, ist sie die größte der deutschen Auslandshandelskammern und zeichnet sich durch erstklassige Betreuung von deutschen und indischen Delegationen sowie vorbildlicher Netzwerkverbindungen, sowohl auf politischer, als auch auf wirtschaftlicher Ebene, aus. Durch hervorragende indische Marketing-Strategien hat sich die wirtschaftliche Beziehung zu Deutschland mehr als verbessert, sodass deutsche Firmen den Mut hatten und haben, in die indische Wirtschaft einzusteigen. Indien selber, möchte mit  guter Schulbildung sowie zahlreichen Weiterbildungen und nebenberuflichen Fortbildungen, die Bildungsmisere, insbesondere der armen Schichten, wesentlich verbessern. Einer Zusammenarbeit mit Deutschland steht Indien sehr offen und zuversichtlich gegenüber, vor allem unsere Thüringer Region ist sehr gefragt.

Am Mittag empfing mich Rajesch Kotecha, Staatssekretär für Ayurveda- und Naturheilkundemedizin vom AYUSH-Ministerium. Das AYUSH-Ministerium wurde am 9. November 2014 gegründet, um die optimale Entwicklung und Verbreitung der AYUSH-Systeme für die Gesundheitsfürsorge sicherzustellen. Früher war es als Abteilung für indisches System für Medizin und Homöopathie (ISM & H) bekannt, die im März 1995 gegründet wurde und im November 2003 in Ayurveda, Yoga und Naturheilkunde, Unani, Siddha und Homöopathie (AYUSH) umbenannt wurde.

Dhanvantari gilt in der hinduistischen Mythologie als Arzt der Götter und Ursprung aller Heilkunst.

Die Ziele von AYUSH sind die Verbesserung der Bildungsstandards der indischen Systeme für Arzneimittel und Homöopathie im Land, die Stärkung bestehender Forschungseinrichtungen und die Sicherstellung eines zeitgebundenen Forschungsprogramms zu ermittelten Krankheiten, bei denen diese Systeme zur wirksamen Behandlung beitragen.
Darüber hinaus erstellt AYUSH Programme zur Förderung, zum Anbau und zur Regeneration von in diesen Systemen verwendeten Heilpflanzen und fördert die Entwicklung pharmakologischer Standards für indische Systeme der Medizin und Homöopathie.

Besonders zu nennen sind hier die Spezialisten der Marmatherapie, eine spezielle Form der manuellen Therapie und Osteopathie. In speziellen Wellness-Camps sollen Weiterbildungsprogramme für Ärzte aus aller Welt entstehen. Therapien können selbst ausprobiert und gelernt werden. Ergänzt wird das Ganze mit Marketingstrategien, die den Wohlfühlcharakter für die Patienten in den Praxen steigern.

Am frühen Nachmittag traf ich weitere Ayurvedaärzte und Vertreter des AYUSH-Ministeriums in der deutschen Botschaft. Bei diesem Besuch wurde mir eine besondere persönliche Ehre zu Teil. Dr. Triguna zeichnete mich für meinen jahrelangen Einsatz für die Ayurvedamedizin mit dem NirogStreet-Preis aus.
NirogStreet ist Indiens größte Datenbank von kuratierten und zertifizierten Ayurveda-Praktizierenden und stellt auch für Ärzte eine Plattform dar, welche ausschließlich für Ayurveda-Praktiker ist, um mit Patienten in Kontakt zu treten und ihre digitale Reputation aufzubauen.

Mein letzter Termin für diesen Tag war ein Besuch bei der Kinderhilfsorganisation Plan International.
Plan International ist ein internationales Kinderhilfswerk und in über 70 Ländern, unabhängig von Religion und Politik, tätig. Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit finanziert Plan International nachhaltige und kinderorientierte Selbsthilfeprojekte hauptsächlich über Patenschaften. An der Planung und Realisierung der Projekte sind die Gemeinden unmittelbar beteiligt. Die Organisation ist vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen als private und unabhängige Organisation anerkannt und ist im Beratungsausschuss von Nichtregierungsorganisationen für UNICEF.

Die Arbeit der Organisation basiert auf der Unterstützung und Entwicklung ganzer Gemeinden.

Ein Besuch im “Digital Learning Centre” von Plan in Dwarka verschaffte mir neue Einblicke in das indische Schulwesen. Hier soll jungen Mädchen, die aus ärmlichen Verhältnissen stammen, die Möglichkeit gegeben werden, eine Basisausbildung zu erlangen. Ziel ist es, zu lernen, um die Zukunft besser zu gestalten, frei nach dem Motto: Das Wissen ist die Macht der Zukunft. Im Rahmen einer Videokonferenz konnte ich mit 35 Klassen gleichzeitig kommunizieren. Die Klassengrößen schwanken zwischen 15-45 Schülern, die auf den Fußboden im Schneidersitz dem Unterricht folgen. Alle 35 Klassen begrüßten mich gleichzeitig mit einem großen “Hallo” und freuten sich sehr, einen deutschen Abgeordneten kennen zulernen. 

Ich sprach den jungen Frauen Mut zu und sagte ihnen, dass sie für ihre Unabhängigkeit und Freiheit viel lernen müssen. Dann werden Sie die zukünftigen Gestalter unserer Welt sein. Denn nur eins führt zum Ziel: Lernen!

 

Lesen Sie morgen von meinem Besuch in einer Eliteschule, wie mich ein Mädchen interviewte, dass einen gesamtindischen Wettbewerb in Wissenschaft gewann und wie ich eine Yoga-Einheit mit indischen Schülerinnen leitete.

Ihr,
Dr. Robby Schlund

“Offizieller Arbeitsbesuch in Neu-Delhi – #Tag2

Am zweiten Tag meines Arbeitsbesuches in Neu-Dehli traf ich mich in der deutschen Botschaft mit Dr. Volker Klinnert. Er ist einer der Regionalärzte der Bundesrepublik und hat seine Praxis in der deutschen Botschaft. Dr. Klinnert wuchs in Spanien auf, lebte auch längere Zeit in Deutschland, arbeitete später unter anderem in Saudi-Arabien, China und Nordkorea, wo er in der Hauptstadt Pjöngjang in den Räumen der früheren DDR-Botschaft praktizierte.
Dr. Klinnert ist für das Auswärtige Amt in Berlin bereits seit Ende 1992 im Dienst und aktuell als Regionalarzt mit seinem Team zuständig für die arbeitsmedizinische Betreuung des Personals an deutschen Botschaften und Generalkonsulaten in Neu-Dehli.

Dr. Robby Schlund mit Regionalarzt Dr. Volker Klinnert (li.) und seinem Team in der deutschen Botschaft.

Im Anschluss besuchte ich die Confederation of Indian Industry, kurz CII. Die CII ist Indiens größter Wirtschaftsverband. Ihm gehören rund 8.000 direkte Mitgliedsunternehmen und 200.000 Unternehmen aus 240 nationalen und regionalen Industrieverbänden an.
In einem interessanten Gespräch mit Dr. Shubnum Singh (Direktorin für medizinische Ausbildung, medizinische Forschung und Beraterin zum Gesundheitswesen bei Max Healthcare) wurde das indische Gesundheitssystem “Modicare” näher erläutert. Es handelt sich um riesiges Krankenversicherungsprogramm für die ärmsten Bevölkerungsschichten. Für ca. 100 Millionen arme Familien sollen somit Gesundheitskosten in Höhe von je ca. 6.000 Euro übernommen werden.

Zum Mittagessen traf ich mich mit dem deutschen Botschafter Walter Lindner. Bereits im März traf ich ihn in Berlin, im Rahmen der feierlichen Übergabe des Amtes des Staatssekretärs an seine Nachfolgerin Antje Leendertse. Nun hatte ich Gelegenheit, mit ihm, in seiner neuen Funktion als Botschafter in Indien, sehr interessante Gespräche zum Thema Gesundheit zu führen.

Treffen mit dem deutschen Botschafter, Walter Lindner.

Am Nachmittag wurde dann die Deutsche Schule New Dehli (DSND) sowie das Goethe-Institut besucht. Die DSND ist eine anerkannte deutsche Auslands- und Botschaftsschule. Sie wurde ausgezeichnet mit dem Gütesiegel BLI – Exzellente Deutsche Auslandsschule und stellt sich verändernden gesellschaftlichen modernen Anforderungen. Transparenz und Partizipation stehen hierbei im Vordergrund.  An der DSND können die Haupt- und Realschulprüfung sowie die Deutsche Internationale Abiturprüfung (DIAP) abgelegt werden. Den Eltern in Indien ist es wichtig, dass ihre Kinder an dieser Schule eine Ausbildung absolvieren, um später als Fachkraft für deutsche Firmen oder sogar direkt in Deutschland tätig werden zu können. 

Schulleiter Procolino Antacido (li.) begrüßte mit seinem Kollegium Dr. Robby Schlund in der Deutschen Schule New Dehli (DSND).

Lesen Sie morgen von meinem Treffen mit AYUSH, der Vereinigung der Ayurvedaärzte in der Deutschen Botschaft
und meinen Besuch bei der NGO Plan und ihren Hilfsprojekten.

Ihr,
Dr. Robby Schlund”

Offizieller Arbeitsbesuch in Neu-Delhi – #Tag1

Auf Einladung von AYUSH (Ministerium für Ayurveda, Yoga und Naturheilkunde, Unani, Siddha und Homöopathie) und offizieller Anregung der indischen Botschafterin I.E. Frau Mukta Dutta Tomar sowie als Vertreter der deutsch-indischen Parlamentariergruppe, trat ich diese Reise an, um mehr über Prävention und traditionelle, uralte Heilverfahren, mit denen auch heute noch ein Großteil der indischen Bevölkerung versorgt wird, zu diskutieren und die Möglichkeiten zu erörtern, wie dies in unser modernes, westliches Gesundheitswesen integriert und damit in Einklang gebracht werden kann.

Am Sonntag bekam ich einen ersten Eindruck und besuchte ein neu entwickeltes Wohn- und Geschäftsareal in Noida, einem Vorort von Dehli. Die Luftqualität hat sich in den vergangenen 10 Jahren spürbar verbessert.

Noida, als Akronym abgeleitet von New Okhla Industrial Development Authority, (HindiनोएडाNoeḍā) ist eine Industriestadt in Nordindienmit etwa 640.000 Einwohnern (Volkszählung 2011).

Noida liegt im äußersten Westen des Bundesstaates Uttar Pradesh an der Grenze zu Haryana und ist eine südöstliche Vorstadt von Delhi

Eine weitere Station meines ersten Tages war die Ayurveda-Klinik in Greater Noida. Hier, bei Bliss Ayurveda, engagiert man sich für die Aufrechterhaltung der Gesundheit der Menschen und arbeitet an der Entwicklung eines Teams von engagierten Personen, einschließlich Vaidyas (Ayurveda-Ärzte), Angehörigen der Gesundheitsberufe, Vertriebshändlern usw., mit dem Ziel, das Ayurveda-Wissen in der ganzen Welt zu verbreiten.

„Die Gesundheit des Gesunden zu erhalten und den Kranken zu behandeln“, so heißt es in einer alten Definition des Ayurveda. Denn sie ist mehr als eine Heilkunde, es ist eine umfassende Gesundheitslehre. Über viele Jahrhunderte sind Erfahrungen ganzer ärztlicher Generationen gesammelt und zusammengetragen worden.

Im indischen Gesundheitswesen wurde im Jahr 1942 ein Dokument verabschiedet, was die Basis beschreibt, nämlich traditionelle indische Heilverfahren mit moderner Medizin in Einklang zu bringen.

Dr. Nitin Agrawal ist der Chef der Ayurveda-Klinik in Noida und führte mich durch die Räumlichkeiten, welche modern und traditionell zugleich eingerichtet sind.

Der Begriff Ayurveda stammt übrigens aus dem Sanskrit (ayur = Leben / veda = Wissen] und bedeutet soviel wie “Wissen vom Leben”. Ayurveda bezieht sich nicht nur auf die medizinische Ebene, sondern ist auch ein komplettes philosophisches Konstrukt, dass mit drei Grundelementen (Vata, Pitta, Kapha) die Welt fraktal beschreibt.

Klinik-Chef Dr. Nitin Agrawal (re.). Seine Frau Smita (li.) ist Officemanagerin in der Klinik.

In den kommenden Tagen werde ich verschiedenste Institutionen des indischen Gesundheitswesen besuchen und auf jemanden treffen, den ich vor kurzem erst in Berlin begegnet bin. Mehr dazu erfahren Sie in meinen Bericht zum 2. Tag in Indien.

Herzlichst,
Ihr Dr. Robby Schlund

Gegen jede Vernunft – USA stationieren THAAD-System in Rumänien

Am 2. Februar verkündeten die USA in einer Note die Aussetzung des INF-Vertrages. Nun zeigen sich erste Folgen. Nach Mitlitärangaben, werden die USA im Sommer ihr Raketenabwehrsystem THAAD in Rumänien stationieren. Wenn auch nur zeitweilig, so geschieht die gegen den ausdrücklichen Willen Rumäniens.

Rumäniens Außenminister Teodor Viorel Melescanu hatte gegen die Stationierung von Atomwaffen in Europa nach der Erklärung der USA und Russlands über ihre Pläne zum Austritt aus dem INF-Vertrag geäußert.

Bereits im März hatten die USA ihr Raketenabwehrsystem THAAD zum ersten mal in Israel stationiert. Der Neuerliche Schritt sei nach einem entsprechenden Vorschlag der Nato getroffen worden.

Lesen Sie auch:

Atomwaffen: Das Außen- und Sicherheitspolitische Desaster der Bundesregierung

Diese Entwicklung stimmt mich sorgenvoll und erinnert mich an die Worte des russischen Borschafters in Berlin, Sergej Netschajew, welcher den INF Vertrag als „einen Eckpfeiler des europäischen Sicherheitssystems,-  und einen der wichtigsten Abrüstungsverträge der Welt“ bezeichnete. Auch direkt aus Moskau kamen Worte der Vernunft. Der Kreml habe nicht vor, sich an einem aufwendigen Wettrüsten zu beteiligen.

Alle Vorschläge zur Abrüstung seien aber auf dem Tisch, „die Türen sind offen“, so Russlands Präsident, Wladimir Putin.

Jenseits des Atlantik öffnet sich jedoch vor allem für einen Protagonisten eine große Tür. Nach Angaben des Pentagons soll der US-Konzern Lockheed Martin bald seine THAAD-Systeme auch nach Saudi-Arabien liefern.

Für ein Europa der Vaterländer – ein Europa der Freiheit

2019 ist wieder ein Super-Wahljahr. Neben den anstehenden Kreis- und Landtagswahlen wird Ihre Stimme auch für ein freies Europa der Vaterländer benötigt. Handeln Sie am 26. Mai und wählen Sie die AfD. 

Unser Programm für Europa im Überblick

• Ein gemeinsamer Wirtschaftsraum mit schlanker Verwaltung.

• Von der Idee der EU ist wenig übrig geblieben.

• 44.000 Beamte kosten jedes Jahr 8 Milliarden Euro.

• Jeder elfte davon verdient sogar mehr als die deutsche Bundeskanzlerin.
 
• Die AfD will Europa und EU wieder ins Gleichgewicht bringen.
 
• Wir brauchen ein Europa der Vaterländer – kein regulierungswütiges EU-Parlament oder gar einen Super-Staat mit eigener Armee.
 
• Nicht anonyme Bürokraten sollen entscheiden, sondern wir Bürger, die mit der Entscheidung leben müssen.
 
• Ansonsten muss das Experiment EU als gescheitert betrachtet werden.
 
• Eine Rückkehr zu nationalen Währungen, könnte die Hälfte aller EU-Probleme auf einen Schlag lösen.
 
• Darum: Schluss mit der Transferunion und keine deutsche Haftung für EU-Banken!
 
• Wir wollen den Mittelstand stärken und funktionierende Industrien erhalten.
 
• Strom und Mobilität müssen für alle bezahlbar sein!
 
• Deshalb fordern wir einen breiten Energiemix, fairen Wettbewerb und nachvollziehbare Grenzwerte.
 
• In der Asylpolitik sind wir für Realismus, statt wirklichkeitsfremde Ideologien.
 
• Keine Masseneinwanderung, keine Aufnahme-Quoten, sondern konsequente Rückführung und Hilfe vor Ort!
 
• Jedes Land soll seine Grenzen kontrollieren dürfen und selbst entscheiden wen, es rein lässt – auch innerhalb der EU.
 
• Sozialhilfe- und Kindergeldbetrug zeigen wir die rote Karte.
 
• Fachkräfte aus dem Ausland sind willkommen, dürfen aber nicht zu Lohndumping führen.
 
• Die Scharia lehnen wir als unvereinbar mit den europäischen Grundwerten ab.
 
• Die demografische Krise wird durch Zuwanderungen nicht gelöst, sondern verschärft.
 
• Die AfD will Familien und Geburten fördern.
 
• Wir wenden uns gegen die Diskriminierung traditioneller Geschlechterrollen und lehnen Gender-Mainstreaming als pseudowissenschaftlich ab.
 
• Quoten haben an Schulen und Unis genauso wenig verloren, wie Zensur, Uploadfilter und DSGVO im Internet.
 
Das war das AfD-Europawahlprogramm im Überblick.  Sie wollen noch mehr erfahren? Jetzt unser komplettes Programm für die Europawahl am  anschauen unter: www.afd.de/europawahl
 
Handeln Sie am 26. Mai 2019 und entscheiden Sie sich für eine bürgernahe Politik: Wählen Sie die AfD.
 
Herzlichst,
Ihr Dr. Robby Schlund