“Auswirkungen von Sanktionen und Dialog in einer multipolaren Welt” – Zweiter Besuch in Russlands größter Universität (MGU)

Gestern besuchte ich die Lomonossow Moscow State University (MGU). Es war mein zweiter Besuch der größten staatlichen Universität Russlands und ich hatte die Ehre, eine Vorlesung vor den besten internationalen Studenten der MGU zu halten.

Hochkonzentriert und mit äußerster Neugier folgten die rund 150 internationalen Studenten im Hörsaal der politologischen Fakultät meinen Ausführungen zu Zusammenhang und Auswirkungen von Sanktionen und Dialog in einer multipolaren Welt.

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Lesen Sie hier von meinen ersten Besuch Russlands größter staatlichen Universität.

So sind vertikale Beziehungen zwischen Politik und Wirtschaft zwischen unseren Ländern der Schlüssel zum Dialog. Regionale Vernetzung, Energiesicherheit und Völkerverständigung spielen eine tragende Rolle in einer multipolaren Welt. Auch die aktuelle Sanktionspolitik auf beiden Seiten, gilt es zu überprüfen, da sie sich negativ auf das Wohl der Bevölkerung der beiden Länder auswirkt. Die Sanktionspolitik führt immer zu Konflikten, Diskrepanzen und verstärken Feindseligkeiten bis hin zum Krieg. Dies wurde an Beispielen des Iraks und aktuell auch am Iran deutlich gemacht. Deshalb sind Sanktionen welcher Art auch immer niemals eine Option.

Das Interesse der Studenten, insbesondere an der AfD, war so enorm, dass die anschließende Fragerunde nicht genügend Zeit bot, um alle Fragen zu beantworten. Ich habe mich verpflichtet, alle noch offenen Fragen an die Experten unsere Fraktion weiterzuleiten und zu beantworten.

Nach der Vorlesung führte ich ein sehr interessantes Gespräch mit dem stellvertretenden Rektor für internationale Beziehungen, Professor Yuri A. Mazei.

Da die Universität mit ihren 41 Fakultäten sehr groß ist, konnte ich bei meinen letzten Besuch nur einen kleinen Teil besichtigen. Jetzt hatte ich die Gelegenheit, weitere Eindrücke zu sammeln und bekam Zutritt zu mir noch unbekannten Abschnitten, samt atemberaubenden Überblick über Moskau.

Das Kollegium der Lomonossow Moscow State University war sehr zuvorkommend und Herr Anton Kompleev, stellvertretender Dekan für internationale Beziehungen, verabschiedete mich mit einem freundlichen Geschenk. Ich bin zuversichtlich, dass sich unsere Zusammenarbeit intensivieren wird und wir gemeinsame Lösungen für die Anforderungen der Welt von morgen erarbeiten können.

Meine rote Hand gegen die Ausbeutung von Kindern als Kindersoldaten

Heute ist der internationale Gedenktag an das Schicksal von Kindersoldaten. Auch ich unterstütze die Aktion und den Red Hand Day. Hunderttausende rote Handabdrücke wurden schon in über 50 Ländern gesammelt und an Politiker und Verantwortliche übergeben, darunter der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der deutsche Außenminister und der Bundespräsident. Und dennoch gibt es immer noch 250.000 Kindersoldaten weltweit.

In zahlreichen bewaffneten Konflikten in aller Welt werden Kinder als Soldaten in den Kampf geschickt. Aktuelle Beispiele sind Afghanistan, Tschad, Zentralafrikanische Republik, Kolumbien, Demokratische Republik Kongo, Indien, Irak, Israel / Palästina, Myanmar (Burma), Pakistan, Philippinen, Somalia, Sudan, Südsudan, Syrien, Thailand and Jemen.

Diese Ausbeutung von Kindern als Kindersoldaten muss aufhören! Darum gebe auch ich meine rote Hand!

Ihr,
Dr. Robby Schlund