Schuld oder Unschuld eines ganzen Landes gibt es nicht. Schuld ist… nicht kollektiv, sondern persönlich… Der ganz überwiegende Teil unserer heutigen Bevölkerung war zu damaliger Zeit entweder im Kindesalter oder noch gar nicht geboren. Sie können nicht eine eigene Schuld bekennen für Taten, die sie gar nicht begangen haben!“
(Richard von Weizsäcker am 08.05.1985)

Nun soll der AfD das demokratische Recht auf das Gedenken an die Opfer des Totalitarismus, Faschismus und das Krieges auf drängen anderer Parteien und zivilgesellschaftlicher Akteure verwehrt werden. Das ist eine bedenklich undemokratische Sichtweise und es scheint, dass, je stärker die AfD-Opposition durch Sachverstand und -politik die Etablierten herausfordert, desto heftiger ist der Widerstand derer, die dem nichts entgegenzusetzen haben.

Der Direktor der “Stiftung Gedenkstätten Buchenwald”, Volkhard Knigge, hat alle AfD-Mitglieder pauschal ausgeladen. Somit auch Dr. Schlund, der im vergangenen Jahr noch einen Kranz zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus niederlegen durfte, was ihm nun durch undemokratische Ausgrenzung verwehrt wird.

Zur Erinnerung sei gesagt, dass es die Deutsch-Russische Parlamentariergruppe unter AfD-Vorsitz gewesen war, die es geschafft hatte, nach Jahren der Eiszeit mit Russland den Kontakt wieder herzustellen und eine hochrangige Duma-Delegation 2018 nach Deutschland zu holen.

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Der Kranz des Bundestagsabgeordneten Dr. Robby Schlund in Buchenwald (2018)
Christoph Naumann und Dr. Robby Schlund legen Kranz zum Tag der Befreiung im Treptower Park nieder.
Christoph Naumann und Dr. Robby Schlund bei der Kranzniederlegung im vergangenen Jahr am Ehrenmal im Treptower Park.
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Kranzniederlegung mit dem russischen Botschafter, Sergej J. Netschajew

Ein Höhepunkt des Aufenthaltes dieser Delegation war die gemeinsame Kranzniederlegung im Beisein des russischen Botschafters im Treptower Park. Von der russischen Seite nahmen Vertreter der Parteien Einiges Russland, Kommunistische Partei, Gerechtes Russland und LDPR teil, von der deutschen Seite nur die AfD. Alle anderen Bundestagsfraktionen schickten trotz Einladung keinen Vertreter.

Alle waren sich einig, dass heute Faschismus und Totalitarismus nicht nur aus einer Richtung erwachsen kann, sondern aus allen ideologischen und religiösen Ansichten. Erste Anzeichen sind Ausgrenzung vom demokratischen Diskurs, gewaltsame Angriffe auf Personen und Denunziation. Eine uns sorgenvoll stimmende Entwicklung.

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