Sachverständige sehen kaum Risiken von Corona-Infektionen bei Kindern

In zwei öffentlichen Anhörungen des Gesundheitsausschusses des Bundestages zur Corona-Pandemie haben Sachverständige sowohl das extrem geringe Risiko betont, das durch SARS-CoV-2-Infektionen für Kinder besteht, als auch das geringe Risiko, das von infizierten Kindern für andere Altersgruppen ausgeht.

Die Sachverständigen erklärten, dass das entsprechende Nutzen-Risiko-Verhältnis, etwa bei der Impfung von Kindern und Jugendlichen, sorgsam abgewogen werden sollte.


Sowohl in der öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestages am Montag, zum Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes, als auch in der öffentlichen Anhörung des Unterausschusses Covid-19-Pandemie, dem Parlamentarischen Begleitgremium zur Covid-19-Pandemie, am Donnerstag, haben sich verschiedene Sachverständige zum Umgang mit Kindern in der Corona-Pandemie geäußert.


Schon in der ersten öffentlichen Anhörung von Sachverständigen im Unterausschuss Covid-19-Pandemie zum Thema Evidenzbasierte Kontaktreduzierung, wurde auf das unterschiedliche Nutzen-Risiko-Verhältnis bei Impfungen gegen Covid-19 in den verschiedenen Altersgruppen aufmerksam gemacht. Dabei wurde auf einen verhältnismäßig geringen Nutzen von Impfungen bei Kindern hingewiesen. In der Anhörung am Montag wurden von einem anderen Sachverständigen Daten der Universität München präsentiert, aus denen hervorgeht, dass Kinder extrem selten schwer an Covid-19 erkranken und noch viel seltener versterben. Die Belastung von Schülern durch Hygienemaßnahmen, wie zum Beispiel Covid-19-Schnelltests, müsste dazu angemessen ins Verhältnis gesetzt werden. Zwei weitere Sachverständige wiesen dann während der Anhörung am Donnerstag darauf hin, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Impfungen von Kindern, zunächst sorgsam durch die Ständige Impfkommission abgewogen werden müsse, bevor man mit einer Impfkampagne bei Kindern beginne. Einer der Sachverständigen hob dabei hervor, dass die Krankheitslast bei Kindern weit geringer als bei Erwachsenen sei. So trage etwa die Altersgruppe über fünfzig Jahre, über 99 Prozent der Sterbefalllast.


Dr. Robby Schuld sagte dazu: “Der Schutz der Risikogruppen steht an allererster Stelle. Doch aufgrund des geringen Gesundheitsrisikos, dass für Kinder durch Covid-19 besteht sowie durch das geringe Risiko, das von Kindern für die vulnerablem Gruppen ausgeht, ist, hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen, der Sinn einer Durchimpfung von Kindern oder gar einer Impfpflicht bei Schülern, höchst fragwürdig !”