Impfen ja… aber ohne Zwang!

Aktuell erreichen mich und meine Mitarbeiter wieder viele Anfragen zum Thema Impfung, denn die Angst vor einer COVID19-Pflichtimpfung ist groß.

Nach einer aktuellen Umfrage der Nature Medicine im Juni 2020 gaben 71,5 Prozent der  Befragten eine positive Bereitschaft zum Impfen gegen SARS-CoV-2 an. Die 13.426 Befragten stammten aus 19 Ländern, u.a. auch Russland, Deutschland und China. Die geringste Bereitschaft zeigten Frankreich (58,9 Prozent), Polen (56,3 Prozent) und Russland mit (54,9 Prozent). Die höchste Zustimmung kam aus China (88,6 Prozent), Brasilien (85,4 Prozent) und Südafrika (81,6 Prozent). Deutschland lag mit einer Zustimmungsrate von 68,4 Prozent auf Platz 13.

Allein diese hohen Zustimmungswerte zu einer Impfung sprechen gegen die Einführung einer Pflichtimpfung. Die Alternative für Deutschland stellt sich ganz klar gegen eine Impfpflicht und appelliert an die Selbstbestimmung der Menschen. Denn ein solcher Eingriff in die Gesundheit eines jeden von uns sollte eine private Entscheidung bleiben. Zwang und Verpflichtung sind definitiv der falsche Weg.

Zahlenspiele

Es sind die Fieberambulanzen, Reihentests in Altersheimen und Krankenhäusern sowie der Einsatz sogenannter Schnelltests mit denen Bundesgesundheitsminister Spahn das Land gegen weiter steigende Infektionszahlen im Herbst wappnen möchte.

Aber genau hier liegt das Problem, denn mit den oben genannten Maßnahmen und einer zunehmenden Anzahl von Testungen, wird lediglich eine steigende Infektionszahl heraufbeschworen. Statt “Infektionszahlen” müsste es aber korrekt heißen: “positive PCR-Testzahlen“. Da muss man in der Tat wirklich hinterfragen, ob einige Corona-Maßnahmen tatsächlich fundiert sind, denn wenn die “Alltagsmasken” so sinnvoll wären und uns effektiv vor einem Virus schützen würden, warum gibt es dann so viele positive PCR-Testzahlen?

Infektionszahlen (positive PCR-Tests) in Relation zur Anzahl aller Testungen (Datenquelle: RKI)

Schauen wir nach Schweden, sehen wir, dass der Corona-Sonderweg ohne Maskenpflicht funktioniert, denn die postiven PCR-Testzahlen bleiben konstant niedrig. Ungewiss für alle Menschen bleibt, dass sich nicht hundertprozentig ausschließen lässt, dass eine frühere Infektion mit einem der harmloseren Corona-Erkältungsviren zu einem falsch-positiven Ergebnis führen kann. Deshalb geben hierzulande die täglich in den Medien verbreiteten Zahlen, verbunden mit Angst- und Panikmacherei, kein genaues Abbild über das eigentliche Infektionsgeschehen, eher nur über das genaue Testgeschehen in Relation zu positiven PCR-Tests. Ein Infektionsgeschehen kann auf Grund der Unschärfe nur teilweise geschlussfolgert werden.

Darum appellieren wir weiterhin an den gesunden Menschenverstand: Abstand einhalten, auf Hygiene achten und wo es nur geht, weg mit der Maske.

PCR-Massentests – im Sommer bei Urlaubsrückkehrer, im Herbst in Pflegeheimen

Die Reiserückkehrwelle ist vorbei, Herbsturlaub außerhalb Deutschlands ist wegen der vielen Risikogebiete nur schwer möglich, also müssen neue Testquellen aufgetan werden. Mit sogenannten Antigen-Schnelltests sollen ab dem 15.10.2020 Bewohner, Patienten, Personal und Bewohner in Alten-und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern regelmäßig getestet werden.

Das witzige ist nur: die von u.a. der Firma „Roche“ oder „Abbott“ verfügbaren Tests führen zu deutlich mehr falsch-positiven Ergebnissen als der eh schon in Verruf gekommene, viel spezifischere PCR-Test. Selbst der Chefvirologe Christian Drosten, erklärt in seinem Corona-Podcast des NDR, dass die Zuverlässigkeit solcher Schnelltests sehr fraglich sei, da Antikörper nachgewiesen werden, die sich nicht auf das neuartige, sondern ein bereits bekanntes Corona-Virus beziehen. Laut Drosten werden fünf bis fünfzehn Prozent aller Erkältungskrankheiten durch eines dieser Coronaviren ausgelöst. Es bestünde also die Gefahr, dass Getestete sich und andere in falscher Sicherheit wiegen, weil sie zwar Antikörper haben, aber nicht gegen das neuartige, sondern ein bereits bekanntes Coronavirus.

Der vom Bundesministerium für Gesundheit, allen voran von Minister Jens Spahn, eingeschlagene Corona-Zick-Zack-Kurs zeugt von mangelnden medizinischen und epidemiologischen Sachverstand. Nachdem Massentestungen an Urlaubsrückkehrern nicht den gewünschten Corona-Anstiegseffekt erzielt hatten und auch willkürlich Corona-PCR-Testungen bei harmlosen Verkehrsunfällen mit negativem Ergebnis durchgeführt werden, sucht man nun eine neue Quelle, um die Zahlen erneut künstlich „in die Höhe zu treiben“.

Diagnosticum schreibt dazu: „Die derzeitig vermarkteten Schnelltests detektieren nicht die Krankheitserreger selbst, sondern die Antikörper, die im menschlichen Körper bei einer Erkrankung gebildet werden. So kann der Antikörper-Schnelltest negativ sein, während die Person bereits hoch infektiös ist. Zudem ist noch völlig unklar, ob ein positiver Antikörpertest nicht auch durch eine frühere Infektion mit einem anderen Coronavirus ausgelöst werden kann.“

Wenn unser Pflegepersonal schon regelmäßig getestet werden soll, dann bitte mit entsprechend zuverlässigen Methoden. Gleiches gilt dann aber auch für alle Personen, die im Gesundheits-, Pflege-, Rettungs- und Polizeiwesen arbeiten, und arbeitsbedingt engen Kontakt zu vielen Menschen haben. Aktuell erfolgt hier kein Testverfahren, obgleich sie im Infektionsfall viele Personen anstecken könnten.

Gesundheits-Apps zu Lasten der Solidargemeinschaft: Fluch oder Segen ?

Kennen Sie schon das Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA)? In dieser Datenbank sind verschiedene Programme und Apps hinterlegt, die von Ärzten und Psychotherapeuten verordnet werden können, um Sie als Patient in der medizinischen Erkennung, Behandlung und Betreuung zu unterstützen. Es handelt sich zum Beispiel um eine Tinnitus-Therapie oder Anwendungen für Patienten mit Angststörungen, digitale Schmerztagebücher und Erinnerungen für Medikamenteneinnahme. Aktuell sind 21 Anwendungen in der Prüfung, 75 weitere in der Beratung. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Das fatale dabei ist aber, sobald das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine neue Gesundheitsanwendung in das Verzeichnis aufgenommen hat, müssen die Krankenkassen für ein ganzes Jahr jeden beliebigen Preis des Herstellers bezahlen. Erst nach Ablauf des Jahres können Preisverhandlungen durchgeführt werden. Welch ein Irrsinn zu Lasten der Solidargemeinschaft!

Dazu Dr. Robby Schlund: „Ich frage mich ernsthaft, wem diese digitale Technologie überhaupt etwas nützen soll? Unser Gesundheitsminister spricht von einer „Weltneuheit“, denn Deutschland sei das erste Land, in dem es Apps auf Rezept gibt. Was für eine Errungenschaft, wenn man bedenkt, dass circa 21 Prozent unserer Bevölkerung, also rund 17,5 Millionen Menschen 65 Jahre und älter sind und sicherlich kein Smartphone oder Tablet zu Hause haben!“ Der Anteil der unter 18 Jährigen ist mit knapp 14 Millionen Jungen und Mädchen fast genauso hoch.

„Nach dem Digitale-Versorgung-Gesetz sollen ärztliche Leistungen, die mit der Nutzung der DiGA verbunden sind, entsprechend honoriert werden, was der Bewertungsausschuss nun prüfen und im EBM passen muss.“, so Schlund weiter, „Ärzte und Psychotherapeuten werden allein mit der Erklärung und Veranschaulichung einen extremen Mehraufwand haben, der natürlich entsprechend honoriert werden muss. Aber es ist wie immer in Deutschland, erst führen wir etwas ein und dann überlegen wir, wie wir das eigentlich bezahlen wollen!“

Die AfD-Fraktion fordert außerdem schon seit Dezember 2019, dass als Voraussetzung für die Aufnahme einer Gesundheits-App in das Verzeichnis mindestens eine randomisiert kontrollierte Studie durchzuführen sei und dass Gesundheits-Apps, die zum Zeitpunkt der Antragstellung beim BfArM keine positive Wirkung evidenzbasiert nachweisen können, nicht auf die Liste der digitalen Anwendungen zu setzen ist. Der Schutz der Patienten und der hochsensiblen Daten muss an erster Stelle stehen.

Impfgipfel 2020 – wir sagen: Aufklärung statt Impfzwang

Am gestrigen Donnerstag wurde der „Tagesspiegel Impfgipfel – Gemeinsam gegen Grippe und Co.“ Durchgeführt. Im Vordergrund stand hier eine Verbesserung der Impfquoten in Deutschland zu erzielen und mit welchen Maßnahmen diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe durchgeführt werden sollte.

Unter den Teilnehmern war u.a. auch Prof. Dr. Frank Montgomery, Präsident ständiger Ausschuss der Ärzte der EU und Vorsitzender des Vorstandes Weltärztebund. Er beklagte die Impfignoranz vor allem der Industriestaaten sowie die teilweise bestehende Ignoranz der ärztlichen Kollegen und forderte die Durchführung von Impfkursen bereits im Medizinstudium zu intensivieren.

Der Virologe und Vorsitzende der ständigen Impfkommission, Prof. Dr. Thomas Mertens erklärte, dass nur die Überzeugung der Menschen von der Wichtigkeit des Impfens die Impfquote erhöhen wird. Impfungen durch Apotheker seien für ihn in Ordnung. Außerdem sprach er sich dafür aus, ein nationales Impfregister mit entsprechender Erinnerungsfunktion einzuführen.

Weiterhin sei erwähnt, dass die Impfzahlen an sich zunehmen werden, aber das Impfhonorar inklusive der Aufklärungszeit einfach zu wenig ist. Das betonte auch Dr. med. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.. Er hält neben einer massiven und kontinuierlichen Aufklärung auch entsprechende Zwangsmaßnahmen für denkbar.

Doch das ist genau der Weg, den die AfD nicht beschreiten möchte, denn Zwangsmaßnahmen haben schon in der Vergangenheit für Schwierigkeiten und Unmut in der Bevölkerung gesorgt. Aufklärung und organisatorische Verbesserungen müssen erfolgen, statt jedem einen Impfzwang aufzuerlegen. Maßnahmen, die freiwilliges Handeln fördern, sind sinnvoller als Zwänge und Bußgelder. Es muss an die Vernunft der Bevölkerung appelliert werden und das Impfsystem transparenter gestaltet werden, damit die Menschen endlich wieder Vertrauen in die Sache gewinnen. Ein Immunitätsausweis oder ein Impfregister lehnen wir ebenfalls ab. Eine Pandemie, wie aktuell durch COVID19, darf nicht zum Grund für Zwangsmaßnahmen im gesamtgesellschaftlichen Leben genutzt werden.

Finanzielle Lage der Krankenhäuser wird sich weiter verschlechtern!

Die wirtschaftlichen Situation vieler deutscher Krankenhäuser wird sich spä­testens ab dem Jahr 2022 weiter verschärfen, dass prognostizieren die Gesundheitsökono­men Boris Augurzky und Christoph Schmidt vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschafts­forschung in einem heute veröffentlichen Positionspapier.

13 Prozent lagen im Jahr 2018 im “roten Bereich” mit erhöhter Insolvenzgefahr. Aktuell erhalten die Krankenhäuser zwar verschiedene finanzielle Unterstützungen aus dem COVID-19-Gesetz, doch dieser entfällt im Jahr 2021 voraussichtlich größtenteils wieder.

Zusätzliche Herausforderungen entstehen durch die Alterung der Bevölkerung, das dadurch absehbar schwache Wachstum des Beitragsaufkommens der Krankenkassen und der drohende Mangel an Nachwuchskräften im Gesundheitswesen.

Die RWI-Experten drängen deshalb auf eine stärke Zentralisierung der Krankenhausstruk­turen in den kommenden Jahren. Das ist eine Katastrophe vor allem für den ländlichen Bereich sowie für die Anfahrtswege und –zeiten unserer Rettungsdienste. Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten müssen noch weitere Fahrtwege mit dem Krankenwagen auf sich nehmen, riskieren somit noch mehr ihr Leben, um endlich ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht zu werden. Das muss dringend verhindert werden! Im Gesundheitswesen geht es nicht primär um Gewinnmaximierung sondern es sind die Patienten und ihre Erkrankungen, die uns interessieren müssen. Dafür setze ich mich ein!

Corona-Notklinik in Berlin ohne Patienten

Berlin, Messeglände, Jafféstraße, Halle 26 – ein Krankenhaus für 43 Millionen Euro, doch seit der Eröffnung sind hier keine Bettenbelegungen erfolgt. Das einzige was hier anfällt, sind immense Nebenkosten, die sich bis Stand 31.10.2020 auf ca. 223.330 Euro belaufen plus Mietzahlungen des Senats an die Messe Berlin GmbH von 1 Mio. Euro plus Kosten an das Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, die für den Betrieb des Behandlungszentrums verantwortlich sind.

Benötigt werden zum Betrieb dieser Klinik ungefähr 100 Ärzte, 400 Angestellte aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich und 400 Angestellte für Logistik sowie Reinigung um im Drei-Schicht-Betrieb zu arbeiten. Theorie und Praxis gehen hier bei dem aktuell bestehenden Pflege- und Ärztenotstand doch sehr weit auseinander.

Weiterhin sei gesagt, dass es neben diesem extra für die große Pandemie-Welle innerhalb von sechs Wochen errichtetet Krankenhaus schon 50 Notkrankenhäuser mit COVID-Stationen in Berlin gibt. Mit Stand vom 05.10.2020 gibt es 1.231 freigehaltene in Berlin.

Aus dem aktuellen Berliner Lagebericht mit Stand vom 04.10.2020 geht hervor, dass sich 15.647 (+74) Menschen mit dem Virus angesteckt haben sollen, 13.270 (+102) sind wieder genesen. Das heißt, aktuell sind 2.146 (-28) nicht genesen, wovon 41 (+2) als Intensivpatienten gelten. Insgesamt beläuft sich der Anteil der COVID-19 Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten auf 3,25 Prozent. Zahlen, die keine „Zweite Welle“ begründen und ebenso nicht rechtfertigen, dass erneut in die Grundrechte der Menschen eingegriffen werden muss, denn in Berlin gilt unter anderem bei privaten Feiern im Freien ab Samstag eine Obergrenze von 50 Teilnehmern, in geschlossenen Räumen von 25. In Büro- und Verwaltungsgebäuden ist außerdem künftig vorgeschrieben, etwa im Flur und im Aufzug eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die bundesweit geltende Sars-CoV-2-Arbeitsschutzregel legt bereits Hygiene- und Abstandsvorschriften am Arbeitsplatz fest.

Die wichtigsten und effektivsten Schutzmaßnahmen aber kennen wir alle: gesunder Menschenverstand, ausgiebige Händehygiene, korrekte Husten- und Niesetikette und das Einhalten von Mindestabständen. Dann braucht es auch die Mund-Nasen-Bedeckung nicht. Die bisherige Entwicklung in Deutschland hat gezeigt, dass die Menschen solidarisch und rücksichtsvoll miteinander umgehen. 

„Die große Corona-Pandemie“ – keine Übersterblichkeit im ersten Halbjahr

Vor ein paar Tagen wurde die Sonderauswertung der Todesfälle in Deutschland über das Statistische Bundesamt veröffentlicht. Die Fallzahl der Verstorbenen im ersten Halbjahr beläuft sich auf 483.094. Verglichen mit den Zahlen der Jahre 2016 bis 2020 ergibt sich ein Mittelwert von 482.354,6 – somit liegen wir trotz der „großen Corona-Pandemie“ nur minimal über dem Durchschnittswert. Wieder einmal belegen Zahlen und Statistiken, dass es im letzten halben Jahr zu keiner überdimensional hohen Sterblichkeitsrate gekommen ist, ganz im Gegensatz zur schweren Grippewelle 2018 – die tödlichste Grippesaison seit 30 Jahren. Welche Maßnahmen wurden damals ergriffen, um die Todes- und Ansteckungszahlen zu minimieren? Gründliches Händewaschen mit Seife, Abstandhalten zu Erkrankten und die Empfehlung zur Grippeimpfung – also ganz normale Verhaltensweisen in Grippe- und Erkältungszeiten.

Hinzukommt, dass die Elite-Universität Stanford nun auch eine brisante Studie über die Gefährlichkeit von COVID19 gegenüber der normalen Grippe veröffentlich hat, aus der hervorgeht, dass die Sterblichkeitsrate bei Corona zwischen 0,12 und 0,2 Prozent beträgt – und damit den Werten der Influenza, also der „klassischen“ Grippe entspricht.

ZDF: Raus aus dem Panik-Modus (Link)

Das Robert-Koch-Institut hingegen schätzt die Sterblichkeitsrate in Deutschland auf ca. 3,5 Prozent, wobei die Angaben variieren täglich. Wohl gemerkt, dass RKI schätzt (!) den Wert.

Focus Online: Hamburger Ärzte-Chef legt gegen “Corona-Strategen” nach: “Wer infiziert ist, ist nicht krank” (Link)

Viele Maßnahmen erscheinen nutzlos und ergeben keinen Sinn. Beispiel: Wenn ich mich im Restaurant bewege brauche ich eine Maske, setzte ich mich hin brauche ich keine oder im Kino – bis zu meinem Sitz benötige ich die Maske, auf meinem Sitzplatz nicht! Wir könnten unzählige Beispiele voller sinnloser und unverständlicher Maßnahmen und Regeln aufführen. Fakt ist eins, und das hat die AfD schon von Anfang an gefordert: es wurden zu wenig Fachleute, Wissenschaftler und Forscher eingesetzt, um wirklich als Expertengremium die wichtigen Entscheidungen im Sinne der Wirtschaft, des täglichen Lebens und der Gesundheit zu treffen. Die Spaltung der Gesellschaft muss endlich aufhören und der Irrsinn sofort beendet werden!

Qualitätsorientierte Behandlungen statt überflüssige Gewinnoptimierung

Diagnosis Related Groups, kurz DRG, bezeichnet „diagnoseorientierte Fallpauschalen“, die seit 2004 als geltendes Abrechnungssystem in deutschen Krankenhäusern angewendet werden müssen.

Mit seiner Einführung versprach man sich eine wirtschaftlichere und kostengünstigere Krankenhausarbeit. Aber leider ist genau das Gegenteil eingetreten: Personalnotstand, kürzere Liegezeiten und damit verbundenen Komplikationen bei Patienten, Zunahme der Privatisierung von Krankenhäusern bezeichnen die Realität. Medizinische und pflegerische Entscheidungen sind der ökonomischen Effizienz des Krankenhauses und somit der Gewinnmaximierung der Stakeholder ausgesetzt. Bedarfsqualität und Behandlungsnotwendigkeiten orientieren sich nicht mehr am Patientenwohl.

Deshalb fordert die AfD die Bundesregierung auf: Das in Deutschland angewandte DRG-System abzuschaffen und alle Maßnahmen zu unternehmen, dass vorher angewandte System des Selbstkostendeckungsprinzips wieder einzuführen.

Dass unsere Verbesserungsvorschläge im Ausschuss keine Mehrheit gefunden haben, ist für die Zukunftsfähigkeit, vor allem der kleinen Krankenhäuser, fatal.

Eine komplette Neustrukturierung der Vergütung nach einem vorausgezahlten, regionalorientierten Pro-Kopf-Vergütungssystem, dem Prospektiv-Regionalen Pauschalensystems (PRP-System) muss erfolgen. Das System basiert auf einer Vergütungsform, bei der die ökonomische Hauptverantwortung und ein Teil der Versicherungsrisiken auf die Leistungserbringer übergehen. Mit diesem PRP-System besteht kein Anreiz mehr, für überflüssige Mehrleistungen und Gewinnoptimierung durch Investoren. Nur durch qualitätsorientierte Behandlungen lassen sich neue Zuwächse erzielen.

Patientenfreundlichkeit, Innovationen und Flexibilität müssen wieder an erster Stelle stehen. Die AfD handelt im Sinne und im Auftrag der Patienten, des Personals und vor allem der schwer angeschlagen kommunalen Krankenhäuser.

Obgleich wir positive Ansätze in dem Gesetzesentwurf der Bundesregierung sehen, können wir nicht so weit gehen und dem Antrag zustimmen, sondern müssen den Gesetzesantrag ablehnen.

Krankenhauszukunftgesetz – Abschaffung des DRG Systems

Unsere Verbesserungsvorschläge zum Krankenhauszukunftsgesetz fanden im Ausschuss leider keine Mehrheit, obwohl wir schon seit Monaten dafür kämpfen, das seit 2005 bestehende Krankenhausabrechnungssystem abzuschaffen. Dieses sogenannte DRG-System funktioniert unabhängig von regionalen Anforderungen, Patientenliegezeiten und Behandlungsqualitäten, einzig und alleine über eine Gruppierung von Schwere einer Krankheit und Prozeduren. Das System wurde damals schon mit viel Kritik eingeführt und hat einfach die Erwartungen nicht erfüllt!

Im Gegenteil! So hat sich die Gesamtzahl der Operationen verdrei- bzw. vierfacht. Die Versorgungsdichte der Krankenhäuser ist um 10% zurückgegangen, bei kommunalen Krankenhäusern gar, um sage und schreibe, 18%! Jetzt, gerade aktuell, in der Coronakrise, arbeiten die Krankenhäuser am personellen, logistischen und finanziellen Limit. Der Gewinnmaximierungsgedanke führte zum Personalabbau im Bereich der Pflegekräfte, zur Verkürzung der Liegedauer und einem Investitionsstau in Milliardenhöhe. Wir, die AfD Fraktion, fordern die Abschaffung des DRG Systems und die komplette Neustrukturierung der Krankenhauslandschaft mit einem effizienteren Abrechnungssystem.

Die Lösung ist ein Vorausgezahltes, Regionalorientiertes Pro-Kopf-Vergütungssystem. Kurz, das PRP. Dieses neue PRP – System basiert auf einer Vergütungsform, bei der die ökonomische Hauptverantwortung und ein Teil der Versicherungsrisiken auf die Leistungserbringer übergehen. Damit wird der Anreiz, eine Gewinnoptimierung für überflüssige Mehrleistungen zu betreiben, uninteressant. Nur mit qualitäts- und praxisorientierten Behandlungen lassen sich neue Zuwächse erzielen.

Gefördert werden dadurch: Patientenfreundlichkeit und Zuwendung, Forschung und Innovationen in Deutschland und was in Anbetracht der aktuellen Coronakrise, äußerst wichtig erscheint: Flexibilität und schnelle Reaktion auf globale Krisen.

Bereits 2017 hat unser Team, um Professor Gehrke gefordert, ein Abrechnungssystem zu etablieren, welches durch eine Regionalkomponente, schnell an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden kann, wie z.B. bei Pandemien. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, eine entsprechende Gesetzesinitiative zu erarbeiten, die das DRG-System komplett ersetzt.

Dazu fordern wir:

1. Die Einführung eines Systems mit im Voraus bezahlten Regionalbudgets durch Pro-Kopf-Pauschalen

2. Die Beachtung regionaler Gesundheitsdaten

3. Die tagesgenaue Anpassung der Regionalfaktoren bei globalen Gesundheitskrisen und schnelle Liquiditätstransfers

4. Die Abschaffung des völlig unnützen bürokratischen Kodier- und Dokumentieraufwandes.

Im Interesse unserer Patienten!

Für zukünftige Krisen brauchen wir ein moderneres und flexibleres Krankhausabrechnungssystem, mit schnellen regionalen Schalthebeln. Da wir ein mangelnde zukunftsorientierte und strategische Ausrichtung Ihres Gesetzesentwurfes vermissen, wird die AfD diesen auch ablehnen.