Keine Empfehlung für Impfung von Kindern

Die Ständige Impfkommission stellt sich gegen die Linie der Bundesregierung, alle Kinder ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Die Impfung von Kindern war auch bei der öffentlichen Anhörung des Parlamentarischen Begleitgremiums Covid-19-Pandemie Thema. Der Sachverständige Prof. Dr. Markus Knuf, von der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), betonte, dass die Sicherheitsansprüche an Impfstoffe für Kinder besonders hoch zu bewerten sind, da diese noch ihr ganzes Leben vor sich haben.


In diesem Zusammenhang erklärte Prof. Knuf auch, dass bei der Zulassungsstudie von Comirnaty (BioNTech/Pfizer) für Kinder und Jugendliche die Probandenzahl von ca. 1300 Teilnehmern viel zu klein ist, um daraus ausreichende Schlussfolgerungen für die Sicherheit des Impfstoffs zu ziehen. Dies würde zwar nicht zwingend gegen eine Empfehlung zum Impfen sprechen, allerdings müssten dann mögliche Nebenwirkungen von Impfungen deutlich genauer erfasst werden.

Der Einsatz von Comirnaty bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren ohne Vorerkrankungen werde von der Ständigen Impfkommission (Stiko) derzeit nicht allgemein empfohlen, sei aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz möglich.

Gesundheitsexperte Dr. Robby Schlund: “Der Schutz der Risikogruppen steht an allererster Stelle. Doch aufgrund des geringen Gesundheitsrisikos, dass für Kinder durch Covid-19 besteht sowie durch das geringe Risiko, das von Kindern für die vulnerablem Gruppen ausgeht, wäre, hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen, der Sinn einer Durchimpfung von Kindern oder gar einer Impfpflicht bei Schülern, höchst fragwürdig !”

Prof. Knuf empfahl eine seriöse und vor allem nicht politisch motivierte Diskussion über die Impfung bei Kindern und Jugendlichen. Bei einer möglichen Impfempfehlung empfahl er die Auflage vor allem auch sehr genau nach langfristigen Nebenwirkungen zu schauen und wies diesbezüglich auch noch einmal auf eine entsprechende Risiko-Nutzen-Abwägung hin.

Auch die aktuelle Diskussion um Immunitätsnachweise wurde thematisiert. Hier wies Prof. Knuf darauf hin, dass man unterstellen kann, dass bei einem hohen Antikörpertiter auch eine T-Zell-Immunität inkl. Gedächniszellen besteht.

Mehr dazu:

https://snanews.de/20210610/impfkommission-corona-impfungen-fuer-vorerkrankte-kinder-2459168.html

https://www.welt.de/politik/deutschland/article231728311/Corona-Stiko-empfiehlt-Impfungen-nur-fuer-vorerkrankte-Kinder.html

Experte für Aerosole zeigt Auswege aus dem Corona-Lockdown auf

Außenbereiche öffnen und Innenbereiche lüften: Die Erkenntnisse der Aerosolforschung zeigen einfache Wege aus der Angst vor Corona-Infektionen, da das Infektionsrisiko im Freien minimal ist und für Innenbereiche Luftreiniger zur Verfügung stehen.

In der öffentlichen Anhörung des Unterausschusses Covid-19-Pandemie, dem Parlamentarischen Begleitgremium zur Covid-19-Pandemie, am 27. Mai 2021, machte der geladene Experte für Aerosolforschung deutlich, dass die Anerkennung der wissenschaftlichen Forschungsergebnisse und die Nutzung vorhandener Technologie eine Rückkehr zur Normalität mit minimalem Risiko ermöglichen. Aus der Anhörung ging hervor, dass das Ansteckungsrisiko im Freien sehr viel geringer ist als in Innenräumen. Entsprechend sollte man von Seiten der Politik alles tun, um die Menschen zu motivieren ins Freie zu gehen. Gesellschaftliches Leben wäre demnach sogar in Innenräumen möglich, wenn entweder eine entsprechende Lüftung oder geeignete Luftreiniger eingesetzt würden. Luftreiniger in Innenräumen und Fahrzeugen würden auch den Betrieb in geschlossenen Räumen ermöglichen. So wurde auch festgehalten, dass Flugreisen durch den Einsatz von HEPA-Filtern (High Efficiency Particulate Airfilter) in Flugzeugen bereits sehr risikoarm sind.

Gesundheitsexperte Dr. Robby Schlund: “Diese Erkenntnisse sind uns großenteils schon durch die Anhörung zum Vierten Bevölkerungsschutzgesetz bekannt. Trotzdem wurden mit der Bundesnotbremse so unverhältnismäßige wie unsinnige Maßnahmen verhängt, die allerlei Aktivitäten im Freien untersagten – bis hin zu Ausgangsperren. Wir fordern die Bundesregierung auf, in Zukunft den Rat der Sachverständigen ausgewogener zu beherzigen und die Bevölkerung nicht mit sinnfreien Schikanen zu drangsalieren!”

Sachverständige stellen die Untauglichkeit des Inzidenzwertes als Kriterium für Corona-Maßnahmen fest

In der öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestages zur den Covid-19-Eindämmungsmaßnahmen, haben sich mehrere Sachverständige kritisch zur Verwendung der Sieben-Tage-Meldeinzidenz als Parameter für die Beurteilung des Infektionsgeschehens geäußert.

In der öffentlichen Anhörung des Unterausschusses Covid-19-Pandemie, dem Parlamentarischen Begleitgremium zur Covid-19-Pandemie, am Donnerstag, den 28. Mai 2021, haben verschiedene Sachverständige die Anwendung des Inzidenzwertes der gemeldeten SARS-CoV-2-Infektionen als Parameter in der Pandemiebekämpfung deutlich kritisiert.
So wurde beklagt, dass die Sieben-Tage-Meldeinzidenz eine ungenaue Erhebung mit systematischer Verzerrung ist, und dass die in der Gesamtbevölkerung gemessene Inzidenz, ein unspezifischer Parameter ist, der von der Zahl der Getesteten Personen abhängt. Bezüglich der entsprechenden Schwellenwerte für das Ergreifen von Maßnahmen, war sogar von Willkür die Rede.


Dabei werden von Experten bereits seit geraumer Zeit geeignetere Parameter empfohlen.
Die Zahl der durch Covid-19 bedingten Neuaufnahmen auf den Intensivstationen wäre ein Beispiel dafür. Aber auch noch weiter differenzierte Kriterien wurden u.a. auch in der betreffenden Anhörung diskutiert. Es wurde zudem auch die Nützlichkeit multidisziplinärer Expertengruppen betont, um neben dem Infektionsgeschehen auch die Kollateralschäden der Gegenmaßnahmen gesamtgesellschaftlich abwägen zu können.

Gesundheitsexperte Dr. Schlund dazu: “Schon im Oktober wurde in einer Anhörung zur Teststrategie darauf aufmerksam gemacht, dass die absoluten Werte der Meldeinzidenz hoch problematisch sind. Mindestens ebenso lang kritisiert die AfD im Bundestag die Handhabung des Inzidenzwertes in der Corona-Krise. Die Kritik ist also nicht neu. Trotzdem wurden die absoluten Inzidenz-Schwellenwerte ins Infektionsschutzgesetz geschrieben und stehen dort bis heute. Wir fordern die Bundesregierung auf, dem Rat der Sachverständigen umgehend zu folgen und tauglichere Parameter anzuwenden. Die Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch!”

Sachverständige sehen kaum Risiken von Corona-Infektionen bei Kindern

Sachverständige sehen kaum Risiken von Corona-Infektionen bei Kindern

In zwei öffentlichen Anhörungen des Gesundheitsausschusses des Bundestages zur Corona-Pandemie haben Sachverständige sowohl das extrem geringe Risiko betont, das durch SARS-CoV-2-Infektionen für Kinder besteht, als auch das geringe Risiko, das von infizierten Kindern für andere Altersgruppen ausgeht.

Die Sachverständigen erklärten, dass das entsprechende Nutzen-Risiko-Verhältnis, etwa bei der Impfung von Kindern und Jugendlichen, sorgsam abgewogen werden sollte.


Sowohl in der öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestages am Montag, zum Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes, als auch in der öffentlichen Anhörung des Unterausschusses Covid-19-Pandemie, dem Parlamentarischen Begleitgremium zur Covid-19-Pandemie, am Donnerstag, haben sich verschiedene Sachverständige zum Umgang mit Kindern in der Corona-Pandemie geäußert.


Schon in der ersten öffentlichen Anhörung von Sachverständigen im Unterausschuss Covid-19-Pandemie zum Thema Evidenzbasierte Kontaktreduzierung, wurde auf das unterschiedliche Nutzen-Risiko-Verhältnis bei Impfungen gegen Covid-19 in den verschiedenen Altersgruppen aufmerksam gemacht. Dabei wurde auf einen verhältnismäßig geringen Nutzen von Impfungen bei Kindern hingewiesen. In der Anhörung am Montag wurden von einem anderen Sachverständigen Daten der Universität München präsentiert, aus denen hervorgeht, dass Kinder extrem selten schwer an Covid-19 erkranken und noch viel seltener versterben. Die Belastung von Schülern durch Hygienemaßnahmen, wie zum Beispiel Covid-19-Schnelltests, müsste dazu angemessen ins Verhältnis gesetzt werden. Zwei weitere Sachverständige wiesen dann während der Anhörung am Donnerstag darauf hin, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Impfungen von Kindern, zunächst sorgsam durch die Ständige Impfkommission abgewogen werden müsse, bevor man mit einer Impfkampagne bei Kindern beginne. Einer der Sachverständigen hob dabei hervor, dass die Krankheitslast bei Kindern weit geringer als bei Erwachsenen sei. So trage etwa die Altersgruppe über fünfzig Jahre, über 99 Prozent der Sterbefalllast.


Dr. Robby Schuld sagte dazu: “Der Schutz der Risikogruppen steht an allererster Stelle. Doch aufgrund des geringen Gesundheitsrisikos, dass für Kinder durch Covid-19 besteht sowie durch das geringe Risiko, das von Kindern für die vulnerablem Gruppen ausgeht, ist, hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen, der Sinn einer Durchimpfung von Kindern oder gar einer Impfpflicht bei Schülern, höchst fragwürdig !”

Sachverständige bestätigen Skepsis gegenüber rechtlicher Bevorzugung von Geimpften

Berlin, 8. Mai 2021. In der Anhörung des Parlamentarischen Begleitgremiums zur Covid-19-Pandemie, dem Unterausschuss Pandemie des Bundestages, haben sich Sachverständige skeptisch zur aktuellen rechtlichen Bevorzugung von Geimpften geäußert. Das teilt der AfD-Obmann im Parlamentarischen Begleitgremium zur Covid-19-Pandemie Robby Schlund mit.

Professor Thiesen, Direktor des Institutes für Immunologie der Uni Rostock, merkte an, dass Erleichterungen und Ausnahmen bei den Covid-19-Schutzmaßnahmen für Geimpfte und Genesene, wie sie der Bundestag am Donnerstag den 6. Mai beschlossen hat, nicht der pandemischen und immunologischen Lage gerecht würden. Für eine sinnvolle Impfstrategie wäre es zunächst dringend erforderlich, einen genaueren Aufschluss über den individuellen Impfschutz in Abhängigkeit vom Alter, der Art des Impfstoffes und deren Wirkung auf den Organismus zeitnah zu erhalten. Hierfür mussten auch individuelle genetischer Unterschiede (Polymorphismen) in den Blick genommen werden. Impfunwillige sollten insofern nicht benachteiligt werden dürfen.

Die Ausführungen der juristischen Sachverständigen verdeutlichten, dass die „de facto“ Wirkung von Sonderrechten als Privilegien beim Bürger zu wenig umrissen wird. Den Verfassungsbeschwerden gegen die sogenannte Bundes-Notbremse werden voreilig kaum Chancen eingeräumt.

Die Arbeitsgruppe “Unterausschuss Pandemie” der AfD Bundestagsfraktion fordert daher dringend, die aktuell beschlossenen rechtlichen Ausnahmen für Corona-Geimpfte und -Genesene zurückzunehmen.

Kinder sind unsere Zukunft und keine Versuchsobjekte!

Im Rahmen des 124. Deutschen Ärztetages am Anfang Mai sprachen sich die Mitglieder mehrheitlich für eine COVID-19-Impfstrategie für Kinder und Jugendliche aus. Wörtlich heißt es dazu im Beschlussprotokoll: „Das Recht auf Bildung mit Kita- und Schulbesuch kann im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen COVID-19-Impfung gesichert werden. Ohne rechtzeitige Impfung, insbesondere auch für jüngere Kinder, führt ein erneuter Lockdown für diese Altersgruppe zu weiteren gravierenden negativen Folgen für die kindliche psychische Entwicklung. Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück.1

Eine Impfpflicht durch die Hintertür: wenn man sein Kind nicht impfen lässt, darf es nicht zur Schule und ein gesellschaftliches Leben steht ihm auch nicht mehr zu. Kinder und Jugendliche waren nie ernsthaft gefährdet, zumindest nicht durch das Virus selbst. Eher sind es die Maßnahmen und Lockdowns, die unsere Kinder krank machen.

Gesundheitsexperte Dr. Robby Schlund teilte dazu mit: „Eine Impfung muss auf freiwilliger Basis angeboten werden. Diese hier betriebenen Angstkampagnen und Drohgebärden machen mich fassungslos. Unseren Kindern und Jugendlichen wird hemmungslos eingeredet, sie seien gefährdet oder gar gefährlich für andere Menschen. Bei den aktuell in Europa zugelassenen Impfstoffen kennt keiner die Langzeitgefahren, die sich entwickeln könnten. Das Kindeswohl muss im Vordergrund stehen, ebenso das uneingeschränkte Recht auf Bildung.“

1https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/124.DAET/Beschlussprotokoll_Stand_06.05.2021.pdf

Rede: Die Pandemie in den Griff bekommen statt mit Long-COVID Geld zu verdienen

Sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Kollegen.

Wer hätte das gedacht, dass Politiker durchaus vernünftige Vorschläge machen können? Und damit meine ich nicht Ihre Anträge, die wir gerade diskutieren, sondern den Mediziner und Staatsrat Christoph Hufeland aus dem 19. Jahrhundert. Denn er postulierte „Vorbeugen ist besser als Heilen“.

Was uns von der AfD im Geiste mit ihm eint, ist, dass definitiv die Vorbeugung oder Prävention einer langwierigen Behandlung von Krankheiten vorzuziehen ist. Im Übrigen haben wir diesen Ansatz bereits im Februar letzten Jahres hier an dieser Stelle vorgestellt. Dabei spielen die drei Säulen des Pandemiemanagements eine wichtige Rolle:

  1. Prävention,
  2. Medikamentöse Behandlung und
  3. internationale Forschung, zum Beispiel an gemeinsamen Impfstoffen.

Versuchen Sie doch erst einmal die Pandemie in den Griff zu bekommen. Und wenn Sie das geschafft haben, können wir gerne über die Folge- und Kollateralschäden diskutieren. So ist es nicht zu verstehen, wieso bis heute immer noch nicht der Impfstoff Sputnik V zugelassen ist und wieso sich unsere Gesundheitsgremien überhaupt noch nicht mit dem zweiten russischen Impfstoff, EpiVAC-Corona befasst haben.

Bereits Anfang April wurde von russischer Wissenschaftsseite mitgeteilt, dass dieser Impfstoff gegen alle Mutationen inklusive des südafrikanischen hoch wirksam ist, und es ist auch mittlerweile bekannt, dass dieser kaum Nebenwirkungen hat. Und es zeichne sich auch ab, dass trotz einer Covid-Erkrankung deutlich weniger post-Covid Symptome auftreten würden.

Nun vermisse ich eigentlich Ihre Anträge hierzu, denn die Menschen haben nicht nur ein Recht auf Freiwilligkeit der Impfung sondern vor allem auch ein Recht auf freie Wahl des Impfstoffes! So könnten Sie auch das Vertrauen in die angeschlagene Impfpolitik wieder zurück gewinnen. Gestern diskutierten wir hier über die Entlassungen in den Sana Kliniken. Unter diesem Aspekt muss man sich schon fragen, ob einige der Antragssteller darüber nachgedacht haben, dass es gerade durch ihre Ideen zu einer weiteren Kommerzialisierung und Kapitalisierung im Krankenhausmarkt kommen wird.

Deshalb lassen Sie mich mit einem Zitat von Dr. John Mandrola, Kardiologe aus Amerika, und scharfer Kritiker an der Long-Covid-Strategie enden: „Aus der Perspektive eines Krankenhaus-Betreibers bietet Long-COVID eine Gelegenheit, den Marktanteil zu erhöhen und Geld zu verdienen.“

Dass das, für Sie, liebe FDP, kein Problem darstellt, wundert mich ehrlich gesagt nicht, aber bei den Kollegen der LINKEN mache ich mir so meine Gedanken. Denn bei so vielen linken, marktliberalen Sorgen kann ich Ihre Kollegin Sahra Wagenknecht durchaus verstehen.

Rede: Entlassung von systemrelevanten Beschäftigten beim Klinik-Konzern Sana in der Pandemie – trotz Millionengewinn

Sehr geehrter Herr Präsident,

Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Manches, was sich in unser Gesichtsfeld drängt und gerade sichtbar wird, hat die Wurzeln im Tiefgehenden. – Wenn man die Nachrichten der letzten Monate hört und selbst Aufsichtsrat eines kommunalen Krankenhauses ist, dann wundert man sich, ehrlich gesagt, nicht über die aktuelle Situation in den Sana Kliniken. Denn was dort passiert, meine Damen und Herren, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger und monatelanger Fehlpolitik im Gesundheitswesen. Die Leidtragenden sind auch nicht die Politiker – also wir, die hier sitzen -, sondern eben die Bürger unseres Landes.

Die wirtschaftliche Situation vieler deutscher Krankenhäuser, insbesondere der kommunalen, ist einfach nur noch katastrophal. Das ist nicht nur meine Meinung, sondern das prognostizierten die Gesundheitsökonomen Augurzky und Schmidt vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in einem veröffentlichten Positionspapier. Bereits im Jahr 2018 lagen 13 Prozent der Krankenhäuser im Bereich erhöhter Insolvenzgefahr, und zu dieser Zeit gab es noch gar keine Coronapandemie.

Ein wachsender Ärzte- und Pflegekräftemangel belastet die Situation zusätzlich, und private Krankenhauskonzerne betreiben mit hochspezialisierten medizinischen Filetstückchen eine Gewinnmaximierung unter Dumping des Humankapitals, das heißt der gesamten medizinischen Arbeitskräfte, meine Damen und Herren.

Genau das sehen wir jetzt bei den Sana Kliniken: Gewinn und Profit stehen vor sozialer Verantwortung. Wo sind wir denn da hingekommen, meine Damen und Herren? Wo sind wir da hingekommen in Deutschland? – Gleichzeitig aber kämpfen die kommunalen Krankenhäuser ums Überleben und schließen beispielsweise Geburtenstationen und andere lokal wichtige Fachabteilungen.

Besonders jetzt in den Pandemiezeiten zeigen sich die gravierenden strukturellen Mängel in einem massiven Investitionsstau, der letztendlich das Desaster des gesamten Pandemiemanagements offenbart. Bei einer Bezahlung der Krankenkassen nur nach Zahl belegter Betten und leistungsbezogenen Fallpauschalen gleicht dies einem Offenbarungseid der deutschen Gesundheitspolitik der letzten 17 Jahre.

Deshalb fordert die AfD schon seit Langem die Abschaffung des völlig unnützen DRG-Systems und eine komplette Neustrukturierung der Krankenhauslandschaft mit einem vorausbezahlten Pro-Kopf-Vergütungssystem mit Regionalkomponente, die umgehend zum Beispiel auch an sogenannte pandemische Lagen angepasst werden kann. Diese von uns geforderten Vorhaltepauschalen sichern eine Daseinsvorsorge der Krankenhäuser, insbesondere der ländlich und kommunal geprägten.

Deshalb meine dringende Bitte ans Gesundheitsministerium: Nehmen Sie sich bitte dieser Problematik an, und befassen Sie sich mit der flächendeckenden, regionalgesteuerten, patientenorientierten Versorgung! Denn Sie sehen ja selbst, dass Sie anscheinend mit den privaten Konzernen wie zum Beispiel den Sana Kliniken einfach nicht zurechtkommen.

Gesundheit ist ein hohes und allgemeines Gut, und hier hat der Staat vor allem dem Bürger gegenüber eine wichtige und soziale Verantwortung, und da ist der Staat natürlich auch in der Pflicht, die fortschreitende Kapitalisierung und Kommerzialisierung im Gesundheitsbereich kleinzuhalten und das Wohl des Bürgers tatsächlich in den Vordergrund zu stellen.

Corona-Maßnahmen führen bei Kindern zu psychischen Erkrankungen „ALLER ART“

Nach der gestrigen ersten öffentlichen Anhörung des Parlamentarischen Begleitgremiums Covid-19-Pandemie zum Thema „Kontaktreduzierung und risikoarme Kontaktsettings“ kamen alle geladenen Sachverständigen zu der Auffassung, dass Datengrundlagen und Querschnittstudien fehlen, um eine Neubewertung der aktuellen Pandemie-Situation und speziell dem Inzidenzwert durchführen zu können.

Zu den Sachverständigen gehörten Prof. Dr. Eva Grill von der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Prof. Dr. Gérard Krause vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung, Dr. Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation sowie Prof. Dr. Kai Nagel von der Technischen Universität Berlin.

Bezüglich der Nachfrage der AfD-Fraktion, inwiefern die Corona-Maßnahmen unsere Kinder belasten, erläuterte Professor Krause von der Helmholtz-Gesellschaft, dass die Kinderärzte eine deutliche Zunahme der psychischen Erkrankungen „ALLER ART“ bei Kindern und Jugendlichen verzeichnen. Psychosen, Angststörungen, Depressionen und auffällige Verhaltensweisen sind definitiv Folgen der Corona-Maßnahmen. Er stellte ebenso klar, dass viele Mitarbeiter der Gesundheitsämter die Prozeduren zu Kontaktnachverfolgungen und Quarantäneverhängung nicht oder nur unzureichend bekannt sind. Somit würden viele Menschen in Quarantäne geschickt werden, die es gar nicht müssten und anders herum.

In Bezug auf die „Rückkehr zur Normalität“ nach einer Impfung stellte die Sachverständige Professor Grill klar, dass einen Impfung nicht dafür qualifiziere, sein normales Leben wie vor Corona wieder aufzunehmen. Jede Maßnahme hätte Ihre Konsequenzen und die AHA-Regeln würden zur Gewohnheit übergehen.

Dr. Robby Schlund, Obmann des Begleitgremiums für die AfD sagte dazu: „Seit über einem Jahr wird unser Leben von Corona-Maßnahmen bestimmt. Noch immer sind Gesundheitsämter unterbesetzt, Corona-Schnelltests werden nicht ausreichend, flächendeckend und zielgruppenorientiert angewendet und das Impfmanagement gleicht einem Desaster. Präventive Maßnahmen, vor allem für unsere Kinder und Jugendlichen, sucht man vergeblich, genauso wie den schnellen Fortschritt in der Digitalisierung. Wir werden auch weiterhin Sachverständige einladen und öffentliche Anhörungen mit organisieren, um die Öffentlichkeit über das aktuelle Infektionsgeschehen und Fragen der Pandemiebekämpfung in Deutschland und Europa zu informieren. Ein „weiter so“ darf es vor allem in der Betrachtung der psychologischen Langzeitfolgen nicht geben.“

Weniger stationäre Behandlungsfälle – trotz oder wegen der Pandemie!?

Die Auswertung einer Analyse der Krankenhausdaten durch Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin zeigt einen deutlichen Rückgang der Behandlungsfälle sowie eine niedrige Bettenauslastung. Im Vergleich zu 2019 wurden im Folgejahr demnach 13 Prozent weniger Fälle abgerechnet, im ersten Lockdown beläuft sich der Rückgang sogar auf ca. 30 Prozent.

Betten mussten frei gemacht und Operationen und nicht lebensnotwendige Behandlungen verschoben werden, um die Krankenhauskapazität zu erhöhen. In 2019 lag die durchschnittliche Bettenauslastung an deutschen Krankenhäusern bei ca. 75 Prozent, in 2020 erreichte die Zahl mit 62 Prozent ein historisches Tief. Besonders auffällig waren hier die kleinen Häuser mit bis zu 300 Betten, wo auch die Anzahl der Intensivbetten um sieben Prozent sank. Gleichzeitig profitierten allerdings die großen (ab 600 Betten) Häuser, denn aufgrund besserer Ausstattungen (medizintechnisch und personell) verzeichneten sie eine Zuwachs der Intensivbetten um fünf Prozent.

Insgesamt wurden im letzten Jahr 172.248 Behandlungsfälle gezählt, bei denen das Corona-Virus nachgewiesen wurde. Hier gilt es zu beachten, dass es sich um Fälle und nicht Patientenzahlen handelt, denn wenn beispielsweise ein Patient verlegt wurde, zählt er an beiden Krankenhäusern als jeweils ein Behandlungsfall.

Bei der Auswertung der Daten ließ sich außerdem feststellen, dass die Krankenhausfälle in Bezug auf die Hauptdiagnosen ebenfalls deutlich zurückgingen: Asthma um 29 Prozent, COPD um 26 Prozent, Bluthochdruck um 18 Prozent, Diabetes um 17 Prozent und Herzinsuffizienz um 12 Prozent.

Es ist die Angst vor einer Infektion mit dem Corona-Virus warum viele Menschen den Gang zum Arzt scheuen. Vor allem die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen werden während der Corona-Pandemie immer mehr vermieden. 

„Gerade in der Pandemie zeigt sich, wie schlecht vor allem die kleinen, oft kommunalen Krankenhäuser aufgestellt sind. Wir müssen die Krankenhauslandschaft nachhaltig verbessern, modernisieren und für die Zukunft der Menschen besser aufstellen. Letztlich geht es aber um die Zukunftsfähigkeit unserer Krankenhäuser. Sie muss geprägt sein von einer umfassenden Reform der Finanzierung der stationären Versorgung in Verbindung mit der Abschaffung des DRG-Systems. Nur so können wir die Übernahme durch private Riesenkonzerne verhindert und flächendeckende Versorgung vor Ort gewährleisten.“, so Gesundheitsexperte Dr. Robby Schlund, Mitglied des Gesundheitsausschusses in Berlin.