Finanzielle Lage der Krankenhäuser wird sich weiter verschlechtern!

Die wirtschaftlichen Situation vieler deutscher Krankenhäuser wird sich spä­testens ab dem Jahr 2022 weiter verschärfen, dass prognostizieren die Gesundheitsökono­men Boris Augurzky und Christoph Schmidt vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschafts­forschung in einem heute veröffentlichen Positionspapier.

13 Prozent lagen im Jahr 2018 im “roten Bereich” mit erhöhter Insolvenzgefahr. Aktuell erhalten die Krankenhäuser zwar verschiedene finanzielle Unterstützungen aus dem COVID-19-Gesetz, doch dieser entfällt im Jahr 2021 voraussichtlich größtenteils wieder.

Zusätzliche Herausforderungen entstehen durch die Alterung der Bevölkerung, das dadurch absehbar schwache Wachstum des Beitragsaufkommens der Krankenkassen und der drohende Mangel an Nachwuchskräften im Gesundheitswesen.

Die RWI-Experten drängen deshalb auf eine stärke Zentralisierung der Krankenhausstruk­turen in den kommenden Jahren. Das ist eine Katastrophe vor allem für den ländlichen Bereich sowie für die Anfahrtswege und –zeiten unserer Rettungsdienste. Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten müssen noch weitere Fahrtwege mit dem Krankenwagen auf sich nehmen, riskieren somit noch mehr ihr Leben, um endlich ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht zu werden. Das muss dringend verhindert werden! Im Gesundheitswesen geht es nicht primär um Gewinnmaximierung sondern es sind die Patienten und ihre Erkrankungen, die uns interessieren müssen. Dafür setze ich mich ein!