Impfstoffe im Verleich

Geändert hat sich nichts, die Regierung hat wertvolle Zeit verstreichen lassen und nicht dazugelernt. Die Corona-Pandemie beherrscht nach wie vor die Schlagzeilen und der nächste Lockdown steht in Haus.

So schreibt zum Beispiel die Frankfurter Rundschau;

Jetzt, unmittelbar vor dem Lockdown, wissen es alle besser. Der unvermeidliche Karl Lauterbach wettert, die „verzögerte“ Zulassung des Biontech-Pfizer-Impfstoffs in der Corona-Pandemie koste Menschenleben. […] Und Jens Spahn selbst wäscht seine Hände in Unschuld und behauptet, Deutschland sei „impfbereit“. Unausgesprochen meint er: Dass noch nicht geimpft werden kann, liegt an der lahmen EU-Arzneimittelagentur Ema.

Doch welche Impfstoffe gibt es überhaupt? Und wie sieht es mit der Wirksamkeit aus? Hier gibt es einen Vergleich der verschiedenen Impfstoff-Typen in einer Übersicht:

Impfstoffe im Vergleich

Impfstoff-TypGenbasierte ImpfstoffeVektorimpfstoffe (Die Einschleuser)Inaktivierte Impfstoffe (Totimpfstoffe)
RNA-ImpfstoffeDNA-Impfstoffe
Name/ Firma für Corona-Impfstoff BNT162 (BioNTech/Fosun/Pfizer)

offizielle Zulassung durch EMA wahrscheinlich am 23.12.2020



 mRNA-1273 (Moderna/NIAID)

Offizielle Zulassung Mitte Januar 2021 erwartet


Wirksamkeit: 95%
INO-4800 (Inovio Pharmaceuticals)

noch in Testung


Wirksamkeit: n/a
Gam-COVID-Vac Lyo/Sputnik V (Gamaleja-Institut für Epidemiologie in Moskau)

Zulassung seit 11.08.2020


Wirksamkeit: 95%
EpiVacCorona (Staatliches Forschungszentrum für Virologie und Biotechnologie „Vektor“)

Zulassung seit 16.10.2020


Wirksamkeit: 95%

Sinopharm (Wuhan Institute of Biological Products)

Zulassung beantragt


Wirksamkeit: n/a

Sinovac (Beijing Institute of Biological Products)

Zulassung beantragt


Wirksamkeit: n/a
ErklärungHier wird ein kleines Stück Erbinformation in Form sogenannter Messenger-RNA (mRNA) mit Nanopartikeln aus Fett umschlossen und in Muskelzellen geschleust. Dort leitet die RNA den Bau des Corona-Spikeproteins an, welches anschließend von den geimpften Zellen gezeigt und vom Immunsystem als feindlich erkannt wird. Es werden Antikörper und T-Zellen gebildet, die dann wirken, wenn es zu einer realen Infektion mit Sars-CoV-2 kommt.

Sogenannte mRNA-Vakzine sind in der Lage das Erbgut des Menschen unkontrolliert zu verändern — und getestet nach klinischen Standards wurden sie bisher nie.
DNA-Impfstoffe sind innovative biomedizinische Arzneimittel, die statt eines Eiweißbestandteils (Antigen) des Erregers ein Gen mit der genetischen Information für den Bauplan für dieses Antigen enthalten. Träger für diese genetische Information ist meist ein ringförmiges DNA-Molekül (Plasmid), das in ungefährlichen Bakterien unter kontrollierten Bedingungen hergestellt wird. Die genetische Information wird dann in einigen wenigen Körperzellen des Impflings in das Antigen übersetzt. Die Zelle präsentiert auf ihrer Oberfläche dem Immunsystem das Antigen und löst dadurch die Immunreaktion gegen den Krankheitserreger aus.Bei Vektorimpfstoffen wird das Genmaterial für ein Impfantigen in ein infektionsfähiges, gut bekanntes Trägervirus eingebaut, das dann als Impfstoff injiziert wird. Dieser Vektor dient als eine Art Gen-Fähre, die genetisches Material in die Körperzellen einschleust. Dort wird das zusätzliche Gen für das Impfantigen in dem Vektorvirus abgelesen und in ein virales Protein übersetzt, das dann im Geimpften die Produktion von Antikörpern und spezifischen T-Zellen gegen dieses Antigen provoziert.
Totimpfstoffe - oder inaktivierte Impfstoffe - enthalten entweder ganze, abgetötete Erreger, einzelne Partikel davon (Oberflächenproteine) oder nur das Gift ( inaktivierte Toxine = Toxoide). Die Erreger können sich weder vermehren noch die Krankheit auslösen, weshalb mit geringeren Nebenwirkungen zu rechnen ist als bei Lebendimpfstoffen. Sie werden jedoch vom Körper als fremd erkannt und regen das körpereigene Abwehrsystem zur Antikörperbildung an. Weil dadurch allein eine zu schwache Immunantwort ausgelöst wird, enthalten Totimpfstoffe zusätzliche Wirkverstärker (Adjuvantien).
Bisher entwickelte ImpfstoffeKeineIn der Forschung befinden sich DNA-Impfstoffe gegen Influenza, Aids, Hepatitis B und Hepatitis C, Tollwut, humane T-Zell-Leukämie sowie das Zervixkarzinomzugelassener Vektor-Impfstoff ist der Ebola-Impfstoff ErveboKeuchhusten, Grippeimpfung, Cholera, Tollwut, Pneumokokken- und Meningokokken-infektionen
Vorteileeinfaches Herstellungsverfahren, leicht Anpassung, wenn das Virus mutierteinfaches Herstellungsverfahrenkeine aufwendigen Kühlkettengute Verträglichkeit, die zu erwartenden Nebenwirkungen sind gering (deswegen sind die meisten Impfstoffe heutzutage Totimpfstoffe)
NachteileInstabilität der RNA - der Transport in die Zielzellen ist eine große Herausforderung

aufwendige Kühlkette

bisher noch nie als Impfstoff angewendet

da es noch keine Erfahrungen mit RNA-Impfstoffen gibt, weiß man nicht, welche Nebenwirkungen auftreten können
Bisher nur in der Tiermedizin zugelassen

international bisher noch keine zugelassenen DNA-Impfstoffe für den Menschen - Hürde war bisher die effiziente Aufnahme der Plasmid-DNA in menschliche Zellen und der anschließende Transfer in den Zellkern
im Menschen wenig erforscht, wie lange und wie stark sich Vektor-spezifische Immunität auf Folgeimpfungen auswirkt

Neuartige Impfkonzepte von der präklinischen Forschung in die klinische Erprobung zu bringen, ist sehr kostspielig
Grundimmunisierung

mind. 3 Impfungen

Impfschutz besteht oft nur 3-10 Jahre
Offen bleibt allerdings für beide mRNA-Impfstoffe die Frage, ob sie nur vor einer Covid-19-Erkrankung schützen oder auch die Verbreitung der Infektion verhindern

Falsche Versprechungen?

„Ordentliche“ Zulassung im Eilverfahren statt Erfahrungen, Unbelehrbarkeit statt Einsicht und massivie Kollateralschäden statt gezielter Hilfe. Die Regierung hat allein 2020 ein Versprechen nach dem anderen gebrochen. Zwar wird nun mal wieder suggeriert, dass Impfungen uns zur Normalität zurück führen können, doch ob dies auch wirklich so sein wird, bleibt fraglich. Schließlich hatte Gesundheitsminister Jens Spahn noch vor wenigen Wochen getönt „mit den heutigen Erkenntnissen hätten wir Friseure und Einzelhandel nicht schließen müssen“. Und nun geschieht genau dies doch… mal wieder.