Zurück zu den Bürgerrechten! – Demo in Gera

Gestern fand in Gera unsere Kundgebung für die Bürgerrechte und gegen die Coronadiktatur statt. Stephan Brandner, Dr. Robby Schlund, Dr. Wolfgang Lauerwald, Dieter Laudenbach und Frank Haußner hielten interessante Redebeiträge und das tolle Publikum trotzte dem Regenwetter.

Fleisch oder kein Fleisch – das ist hier die Frage

Im vergangenen Jahr verzehrte jeder Bürger in Deutschland 59,5 Kilogramm Fleisch, das entspricht ca. 160 Gramm pro Tag. In unserem Wahlkreis macht die Stadt Weida nun mit beim großen Galileo-Experiment, nämlich vier Wochen fleischlos zu bleiben. Es stellt sich nun vermehrt die Frage unter den Bürgern, ob ein Fleischverzicht wirklich sinnvoll ist.

Wir Menschen sind nicht unbedingt auf Fleisch angewiesen, um gesund leben zu können, denn die fehlenden Vitamine und Nährstoffe können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden. Ca. sechs Millionen Menschen waren 2019 Vegetarier – doch leben die Menschen, die vollkommen auf Fleisch verzichten denn auch gesünder? Eine australische Studie zeigt, dass eine längere Lebensdauer wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen werden konnte. Sie stellt allerdings dar, dass Vegetarier gesünder sterben. Ist das jetzt aber ein entscheidender Vorteil?

Wer auf Fleisch und/oder auch auf tierische Produkte wie Eier verzichten möchte, muss auf eine ausgewogene Zufuhr bestimmter Nährstoffe achten. Unser Körper profitiert zwar von einer fleischlosen Ernährung, das heißt nicht, dass wir es grundsätzlich vom Speiseplan streichen müssen. Paracelsus stellte bereits vor vielen Jahren fest, dass die Dosis das Gift macht.

Doch wenn wir alle auf Fleisch verzichten würden, hätte dies auch gravierende wirtschaftlich Folgen, denn die Nachfrage bestimmt den Preis und das Angebot. Fleischer, Metzgerbetriebe sowie Schlachtereien würde nach und nach ihre Betriebe aufgeben müssen, ja sogar ganze Tierzuchten würden eingestellt werden. Und auch in der Bio-Industrie geht es um Profit – das Tier wird zur Ware und einzig nach wirtschaftlichem Ermessen behandelt – das sollte nicht vergessen werden.

Die freie Entscheidung eines jeden Menschen ist ein hohes Gut und darf niemals einem ideologischen und medialem Gruppenzwang mit zweifelhaftem erhobenem moralischen Zeigefinger geopfert werden.

In diesem Sinne sollte jeder selbst für sich entscheiden, ob und wieviel Fleisch er essen möchte. Und gegen eine leckere Rostbratwurst spricht doch nichts 😉

“Corona und die medizinische Situation auf dem Land – Stammtisch in Oberkrämer

“Corona und die medizinische Situation auf dem Land” war das Thema, zu dem der AfD-Ortsverband Oberkrämer zum Stammtisch geladen hatte.

Der Vorsitzende Boris Bollert und ca. 30 Gäste diskutierten mit Dr. Robby Schlund MdB, Mitglied des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages und auch Facharzt in Thüringen, grundsätzliche Fragen zur zukünftigen Finanzierung und Ausgestaltung des deutschen Gesundheitswesens und aktuelle Fragen zur Corona-Hysterie. Dabei artikulierten viele Gäste ihren Unmut über die aktuelle Situation, insbesondere zur Maskenpflicht.

Unbekanntes Bundesland durch Corona?

In einem Dossier “Statistiken zur COVID-19-Pandemie” Ausgabe 14/2020 findet man auf Seite Nr. 6 Erstaunliches: Von 3.548.541 durchgeführte SARS-CoV-PCR-Testungen in Deutschland wurden 550.293, also 15,5 Prozent im Bundesland “unbekannt” durchgeführt.

Es ist schon erstaunlich, wie sich unser Land in Corona-Zeiten auch geographisch verändert! Auf die Antwort zu einer entsprechenden Anfrage bin ich jetzt schon gespannt…

Das grüne Herz Deutschlands braucht unsere Unterstützung!

Nach einem Spaziergang durch unsere heimischen Wälder mit Herrn Lutz Baldauf des Baldauf GmbH Forst- und Baumpflegebetriebes, war sofort zu erkennen, dass unser grünes Herz Deutschlands massiv erkrankt ist.

Thüringen besteht zu ca. einem Drittel der Fläche aus Wäldern, was in etwa 550.000 Hektar entspricht. Der Artenreichtum unserer Bäume, Sträucher, Wiesen und Pflanzen ist beachtlich und auch die darin lebende Tierwelt ist vielfältig und wunderschön. Für viele Menschen ist der Wald ein Ort der Ruhe, Erholung und Ausgeglichenheit und doch ist er auch unser Lieferant für den nachwachsenden Rohstoff Holz. Seine Fülle und Energie  sind Grundlage des bestehenden Ökosystems, welches verantwortlich ist für Klima, Sauerstoff sowie Trinkwasser und bildet die Gemeinschaft von verschiedensten Organismen.

Die Haupterkenntnis unseres Exkurses war allerdings, dass der große achtzähnige Fichtenborkenkäfer bei entsprechender Witterung und vorgeschädigten Wäldern schnell zu einer Massenvermehrung in der Lage ist. Aufgrund des Fraßbildes wird er auch als „Buchdrucker“ bezeichnet. 38,4 Prozent unseres heimischen Waldes besteht aus Fichten, und ist vor der Buche die häufigste Baumart in Thüringen. Umso mehr bildet diese Anzahl von Fichten die Nahrungsgrundlage für den Borkenkäfer, der bedeutendste Schädling überhaupt. Seine Massenvermehrungen passieren vor allem durch Windwurf, Schneebruch oder auch Trockenheit. Die zunehmend befallenen und abgestorbenen Flächen sind auch für Laien deutlich erkennbar.

Abhilfe kann allerdings nur eine qualitative und „saubere“ Waldwirtschaft schaffen, in welcher die befallenen Bäume möglichst frühzeitig erkannt, eingeschlagen und abgefahren wird.

Ein Maßnahmenpaket an kurz- und langfristigen Hilfen muss das „Kultur- und Wirtschaftsgut“ Wald schützen.

Dabei sind auch finanzielle Hilfen für private Waldbesitzer wegen klimabedingten Schäden des Waldes und dadurch verursachten Borkenkäferbefall notwendig. Die vorgesehenen Mittel sollen möglichst unbürokratisch nach Bedarf ausgezahlt werden. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene muss dringend auf die Probleme eingegangen werden. Bereits 2019 haben wir uns im Bundestag für einen nachhaltigen Waldumbau eingesetzt, so zum Beispiel durch das Einbringung von robusten Baumarten wie der Douglasie zu ermöglichen. Diese ist hitzebeständiger als die Fichte und damit auch widerständiger gegen den Borkenkäferbefall. Ein Waldumbau zur Rettung unserer Natur kostet viel Geld, doch nur wenn die Gesellschaft zusammenhält und die Politik kurzfristige, wirksame Maßnahmen beschließt kann der Deutsche Wald gerettet werden. Zusammen mit meinen Kollegen der Bundestagsfraktion sowie der Thüringer Landtagsfraktion werden wir entsprechende Anträge in die Wege leiten, zum Schutz unserer Heimat!

Demo in Altenburg: “…und die nächste Lüge zieht durchs Land”

Am 16. Juli 2020 lud Dr. Robby Schlund zur Kundgebung nach Altenburg und es war eine rundum gelungene Veranstaltung.

Was wiederum nicht gelungen ist, ist die der Wahrheit entsprechende Berichterstattung seitens der Medien. Interessant ist die unterschiedliche Berichterstattung zu der AfD-Demo letzte Woche in Altenburg . Der Chefredakteurs des Altenburger Kurier kommentiert dies so :

“.. und die nächste Lüge zieht durchs Land … so ist meine Erkenntnis im Ergebnis über die Berichterstattung der regierungsnahen Lügenpresse in unserem Land! Es gibt einfach keine gemäßigtere Umschreibung, um die Deutlichkeit dieser Aussage nicht in den Hintergrund zu rücken. In der breiten Medienlandschaft und im Internet ist immer wieder zu lesen, dass bei der Veranstaltung von der AfD am vergangenen Donnerstag, dem 16. Juli 2020, auf der Seite der Gegendemonstranten 1.200 Menschen zu zählen waren. Das ist eine Lüge!

Wir, zwei Mitarbeiter vom KURIER-Verlag, waren von 16:25 bis 20:15 Uhr auf dem Marktplatz und haben immer wieder die Lager gewechselt, um Menschen zu der Veranstaltung zu befragen. Zu keinem Zeitpunkt waren auch nur annähernd 1.200 Menschen auf der Seite der Gegendemonstranten! Und dennoch kommt es, wie es kommen muss: Ein Lügner schreibt beim anderen Lügner ab und das so lange, bis auch der interessierte Leser in Rostock oder von sonst wo in unserem Lande diese Lüge unter die Nase gerieben bekommt.

Ganz geschickt versteckt sich die OTZ hinter den angeblichen Angaben der Polizei, was die Zahlen angeht, will man uns doch damit weismachen, dass an so einem Abend keiner von deren Zeitung auf dem Marktplatz war, um sich von dieser Situation selbst ein Bild zu machen? In der LVZ die selben Zahlen und beim MDR liest man sogar „mehr als 1.200 Menschen“. Was denkt sich ein Journalist oder Redakteur, der diese Lügen breitträgt? Immer wieder hört man auf der Welt, dass Journalisten für die Wahrheit sterben, in den dreißiger und vierziger Jahren sind reihenweise Journalisten und Redakteure vom NS-Regime an die Wand gestellt worden, wenn sie die Wahrheit über Hitler berichtet haben! All diese Menschen werden mit Füßen getreten, aber das scheint alles keine Rolle zu spielen, denn die Wohnung des Journalisten in Leipzig, die sein Arbeitgeber mitfinanziert, ist ihm höchstwahrscheinlich wichtiger als die Wahrheit.

Liebe Leute, diese falschen Ehrlichen sind die wirklich Gefährlichen in unserer Demokratie! Im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung spricht die Presse von „AfD-Sympathisanten auf der anderen Seite“. Auch das ist in Teilen gelogen! Wir haben auf der Seite der eigentlichen Veranstaltung 14-jährige Jugendliche befragt, die nicht einmal wussten, wer Höcke oder Kalbitz ist. Menschen, die zufällig aus den Geschäften kamen und stehengeblieben sind, um zu hören, was da gesprochen wird, Verkäuferinnen aus den Geschäften, die auf dem Heimweg waren …keiner von denen war ein AfD-Sympathisant. Die Wahrheit ist, dass es mehr Gegendemonstranten (650) waren als Teilnehmer der AfD-Veranstaltung (500). Die Wahrheit ist, dass auf der Seite der AfD-Veranstaltung zwei betrunkene Bürger gegen die andere Seite gepöbelt haben. Die Wahrheit ist, dass die AfD-Veranstaltung nicht einen einzigen Polizisten gebraucht hätte. Die Wahrheit ist, dass die fünf Hundertschaften der Polizei in Altenburg waren, weil sie wussten, dass die Antifa mit Leuten aus Borna und Leipzig anreisen. Die Wahrheit ist, dass dieser linke Mopp nie gesprächsbereit ist, für diese Leute gibt es nur Gewalt, was sich auch an diesem Abend gezeigt hat.

Auch nach der Veranstaltung, wen wundert es, haben sich diese Linken mit der Polizei angelegt und unter anderem auch mich gehindert, auf dem normalen Weg nach Hause zu fahren. Die Wahrheit ist, dass kein Gericht in Deutschland positiv festgestellt hat, dass Björn Höcke ein Faschist ist. Das Gericht in Meiningen hat lediglich über die Zulässigkeit einer Meinungsäußerung geurteilt, wie auch ein Gericht in Deutschland geurteilt hat, dass man für kurze Zeit Renate Künast (Bündnis 90/Grüne) als „Drecksfotze“ betiteln durfte. Es ist wahr, dass Andreas Kalbitz unter anderem Mitglied bei den Republikanern war.

Es ist auch wahr, dass 1933 bei der Abstimmung zum Ermächtigungsgesetz, welches Adolf Hitler faktisch die Macht gab, große Teile der Demokratie außer Kraft gesetzt wurden, Theodor Heus und auch Konrad Adenauer die Hand gehoben haben, um das Ganze mit auf den Weg zu bringen. Jahre später wurde der eine Bundespräsident und der andere Bundeskanzler. Natürlich haben sich beide dazu erklärt, mit Worten wie „eigentlich wollte ich damals …“, „ich wusste ja nicht“ usw. usw.

Seit 1994 ist bekannt, dass Hans-Dietrich Genscher als Mitglied der NSDAP geführt wurde und dennoch der wohl bekannteste und erfolgreichste Außenminister Deutschlands war. Hans-Christian Ströbele (Bündnis90/Grüne) – kein Zweifel daran, wie nahe er der RAF war. Kann ich all diese Fakten auch anders darstellen? Wahrscheinlich ist der Journalismus in der größten Krise in der Geschichte der Bundesrepublik und dabei spielt die so genannte „vierte“ Gewalt eine ausgesprochene wichtige Rolle für das Bestehen einer Demokratie, die hier in Schieflage gerät. Danke an alle Altenburger Gegendemonstranten, die mit jedem Recht auf dem Marktplatz waren, die friedlich gekommen und friedlich wieder gegangen sind, die sich nicht von der aggressiven und gewaltbereiten „Leutzscher Dummheit“ haben anstecken lassen!”

Link zum Kommentar von Andreas Popelka, Chefredakteur des Altenburger Kuriers:

https://www2.kurier-verlag.com/Online_PDF/2020KW30/webpaper.html

Infomobil des Deutschen Bundestages kommt nach Gera

Das Infomobil des Deutschen Bundestages reist ab dem 7. September 2020 wieder durch das Land, um den Besucherinnen und Besuchern Aufgaben und Arbeitsweise des Parlaments zu vermitteln.

Vom 14. September bis zum 16 September macht es auf dem Museumsplatz in Gera Station.

Die Abgeordneten des Wahlkreise berichten hier über ihre persönlichen Erfahrungen im Parlament und stehen den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort. Das Infomobil verfügt über mehrere Computer mit einem interaktiven Quiz- und Spieleangebot und Großbildschirm mit Filmen, einem virtuellen Rundgang durch die Gebäude des Deutschen Bundestages und Online-Zugängen unter anderem zu den Seiten des Deutschen Bundestages.

Die Abgeordneten des Wahlkreise berichten hier über ihre persönlichen Erfahrungen im Parlament und stehen den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort. Das Infomobil verfügt über mehrere Computer mit einem interaktiven Quiz- und Spieleangebot und Großbildschirm mit Filmen, einem virtuellen Rundgang durch die Gebäude des Deutschen Bundestages und Online-Zugängen unter anderem zu den Seiten des Deutschen Bundestages.

Das Angebot für die Besucherinnen und Besucher umfasst ferner eine „Entdeckungstour” durch das Infomobil, eine Fotoaktion und eine Vielzahl von Informationsmaterialien zur kostenlosen Mitnahme. Alle Angebote finden natürlich unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen statt.

Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Sie!

Einigkeit macht stark – Schluss mit hausgemachten Krisen – Demo in Altenburg

Zur Demonstration „Einigkeit macht stark – Schluss mit hausgemachten Krisen“ lud Dr. Robby Schlund am 16. Juli 2020 und viele kamen. Gemeinsam mit seinen Gästen Björn Höcke, Andreas Kalbitz, Jürgen Pohl und Siegbert Droese sprach Dr. Robby Schlund auf dem Markt in Altenburg zu den über 400 Teilnehmern.

Außer Eierwürfen und Sitzblockaden hatten die Gegendemonstranten keine Argumente und interessierten sich mehr für ihre Scharmützel mit der Polizei, statt für die Probleme in Deutschland.

Warum Altparteien so gerne die AfD kopieren

Wie sicherlich jeder schon mitbekommen hat, wird die politische Arbeit der AfD konsequent ignoriert. Bringt die AfD einen Antrag zur Abstimmung ein, wird er von den anderen Parteien kategorisch abgelehnt. Doch liegt das an den Inhalten der AfD-Anträge oder wird hier einfach unfair taktiert?

Altparteien kopieren AfD

Eins scheint sicher; die Inhalte unserer Anträge gefallen den Altparteien. Wie sonst lässt es sich erklären, dass diese sich bei der AfD Inspiration holen oder gar plump plagiieren?

Die Methode

Seit rund drei Jahren ist die AfD im Bundestag vertreten. Mittlerweile lässt sich ein deutliches Muster erkennen. Der Ablauf ist stets der gleiche; Die AfD erarbeitet Inhalte, stellt diese in einem Antrag zur Abstimmung und die Altparteien lehnen ihn geschlossen ab. DOCH: mit etwas zeitlichem Versatz stellen die Altparteien genau diese Inhalte nun selbst zur Abstimmung – Inhalte, die sie aus den AfD-Anträgen einfach abgeschrieben haben.

Die Medien

Die Medien machen dieses Spiel meist mit und geben der AfD den Anstrich der politischen Unfähigkeit. Ein Zerrbild von dem auch Stefan Möller, stellvertretender parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, jüngst berichten kann;

„Heute habe ich zum ersten Mal ein vereinbartes Interview verweigert. Der MDR wollte von mir wissen, wie die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag auf die Idee kommt, dass unsere politischen Initiativen systematisch zunächst abgelehnt und dann kopiert werden.

Darauf war ich auch bestens vorbereitet. Ich bestand allerdings darauf, dass ich meine Aussagen nur freigebe, wenn ich weiß, in welchem Kontext ich zitiert werde. Aus irgendeinem Grund wollte sich der MDR nicht darauf einlassen. Als ich dann auch noch erfuhr, dass für unsere Sichtweise des Problems gerade einmal 20 bis 40 Sekunden im Beitrag eingeplant waren, habe ich abgelehnt.

Mir war damit sofort klar, dass nur ein Satz aus dem Zusammenhang gerissen werden soll.
Inzwischen kennen wir leider die Methoden und ich habe kein Interesse daran, einen O-Ton zu liefern, der nachher irgendeine Falschbehauptung des Redakteurs »belegen« soll.

Dabei wäre die Frage, warum im Landtag von den anderen Parteien solche Spielchen getrieben werden, tatsächlich interessant gewesen. Auf das Interview hatte ich mich mit Hilfe meiner Kollegen intensiv vorbereitet und mir ein paar hochinteressante aktuelle Beispiele herausgesucht. Dabei habe ich vor allem darauf geachtet, auch die Auswertung der Berichterstattung in den etablierten Medien nicht zu kurz kommen zu lassen. Denn es wäre ja alles kein Problem, wenn wir zwar einerseits von den Altparteien kopiert werden, andererseits der öffentliche Rundfunk und die Zeitungen aber fair und wahrheitsgemäß berichten würden, wer eigentlich den Anstoß für einen politischen Lösungsansatz gegeben hat. Meine Beispiele belegen aber, dass genau das systematisch in den letzten Monaten geradezu hintertrieben worden ist, so dass man kaum noch von Zufall sprechen kann. Aber das kann man natürlich nicht in 40 Sekunden erörtern.

Wenn der MDR nicht willens ist, ausgewogen und seriös zu berichten, dann machen wir das lieber selbst – und zwar demnächst hier und in unserer Fraktionszeitung.“

Einige Beispiele

Wie die Altparteien im Detail von der AfD abschreiben, macht die folgende Auflistung deutlich:

1. Epidemische Lage aufheben

Antrag der AfDAntrag der FDP
ZusammenfassungDie FDP Fraktion hat den AfD-Antrag nahezu komplett abgeschrieben und dies in der
Gesundheitsausschusssitzung auch eingeräumt.
Titel„Verordnungs-ermächtigung des Bundesministeriums für Gesundheit einschränken – Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite aufheben“„Epidemische Lage von nationaler Tragweite beenden –
Bevölkerung weiter schützen, Parlamentsrechte wahren“
Drucksache- Nr.19/1899919/20046
Datum Veröffentlichung:06.05.202016.06.2020
Ähnliche Punkte– “Der Deutsche Bundestag stellt daher darüber hinaus nach § 5 Abs. 1 Satz 2 Hs. 2 IfSG fest, dass die Voraussetzungen einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite nicht
mehr vorliegen
.“

– Wir fordern, „die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite aufzuheben.“
– „Die Voraussetzungen für die Feststellung einer
epidemischen Lage von nationaler Tragweite im
Sinne des § 5 Abs. 1 IfSG liegen nicht mehr vor.“

– „Die Feststellung der epidemischen Lage von
nationaler Tragweite vom 25.03.2020 wird
aufgehoben.“

2. Gesundheits-Apps

Antrag der AfDAntrag der FDPAntrag Linke
ZusammenfassungAlle AfD-Anträge zum Thema Digitali-sierung im Gesundheits-system wurden abgelehnt und dann kopiert. Die Anträge zur Wirksamkeit ebenfalls (Linke und FDP).
Titel„Gesundheits-Apps auf klinische Wirksamkeit prüfen und Patienten schützen“

„Corona digital bekämpfen – Förderprogramme im Bereich digitaler Gesundheit und Pflege“
„Prozesse im Gesundheitswesen durch Digitalisierung modernisieren“„Patienten-
interesse voranstellen und gemeinwohl-orientierten Gesundheits-datenschutz einführen „
Drucksache- Nr.19/16057
19/18508
19/1894619/18944
Datum Veröffentlichung:– 18.12.2019
– 09.04.2020
05.05.202005.05.2020
Ähnliche Punkte– unverzüglich das Deutsche Elektronische Melde und Informations-system für den Infektionsschutz (DEMIS) einzuführen

– die seit dem Jahr 2018 laufende Erarbeitung der Schnittstellenkonfigurationen für Hersteller von Praxis-, Labor- und Krankenhaus-verwaltungs-systemen nun unverzüglich fertigzustellen und den dafür notwendigen Austausch mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Deutschen Krankenhausge-sellschaft e. V. (DKG) umgehend zu intensivieren sowie alle dafür notwendigen Personal- und Finanzmittel bereitzustellen und gegebenenfalls die Beauftragung unterstützender privater Software-Unternehmen vorzunehmen



– unverzüglich das Deutsche Elektronische Melde und Informations-system für den Infektions-
schutz (DEMIS) einzuführen,

– die Vernetzungs-prozesse zwischen niedergelassenen Haus- und Fachärzten, akut-stationären Kliniken, Rettungs-
diensten, ambulanten und stationären Pflegeeinrich-tungen und Rehabilitations-kliniken zu beschleunigen und die vollständige Interoperabilität aller Akteure im deutschen Gesundheits-system durch Hochfahren der digitalen Konnektivität zu gewährleisten



– Apps auf klinische Wirksamkeit und Sicherheit prüfen und erst bei gesicherter Evidenz, als GKV-Leistung einführen



3. DRG- Antrag:


Ebenso wie die AfD hat sich die LINKE in einem Arbeitspapier kritisch zum DRG –System geäußert:
https://www.linksfraktion.de/themen/a-z/detailansicht/krankenhaeuser/

Ehrliche Antwort – wohl kaum zu erwarten

Die AfD wird gemieden, wo auch immer es geht und die Medien tun ihr Übriges um dies zu verbreiten. Doch die Wahrheit sieht anders aus, denn fest steht, an den politischen Inhalten liegt es nicht. Warum sonst übernehmen andere Parteien so gerne die Standpunkte der AfD und deklarieren sie für sich? Auf diese Frage wird es wahrscheinlich nie eine ehrliche Antwort geben.