PCR-Massentests – im Sommer bei Urlaubsrückkehrer, im Herbst in Pflegeheimen

Die Reiserückkehrwelle ist vorbei, Herbsturlaub außerhalb Deutschlands ist wegen der vielen Risikogebiete nur schwer möglich, also müssen neue Testquellen aufgetan werden. Mit sogenannten Antigen-Schnelltests sollen ab dem 15.10.2020 Bewohner, Patienten, Personal und Bewohner in Alten-und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern regelmäßig getestet werden.

Das witzige ist nur: die von u.a. der Firma „Roche“ oder „Abbott“ verfügbaren Tests führen zu deutlich mehr falsch-positiven Ergebnissen als der eh schon in Verruf gekommene, viel spezifischere PCR-Test. Selbst der Chefvirologe Christian Drosten, erklärt in seinem Corona-Podcast des NDR, dass die Zuverlässigkeit solcher Schnelltests sehr fraglich sei, da Antikörper nachgewiesen werden, die sich nicht auf das neuartige, sondern ein bereits bekanntes Corona-Virus beziehen. Laut Drosten werden fünf bis fünfzehn Prozent aller Erkältungskrankheiten durch eines dieser Coronaviren ausgelöst. Es bestünde also die Gefahr, dass Getestete sich und andere in falscher Sicherheit wiegen, weil sie zwar Antikörper haben, aber nicht gegen das neuartige, sondern ein bereits bekanntes Coronavirus.

Der vom Bundesministerium für Gesundheit, allen voran von Minister Jens Spahn, eingeschlagene Corona-Zick-Zack-Kurs zeugt von mangelnden medizinischen und epidemiologischen Sachverstand. Nachdem Massentestungen an Urlaubsrückkehrern nicht den gewünschten Corona-Anstiegseffekt erzielt hatten und auch willkürlich Corona-PCR-Testungen bei harmlosen Verkehrsunfällen mit negativem Ergebnis durchgeführt werden, sucht man nun eine neue Quelle, um die Zahlen erneut künstlich „in die Höhe zu treiben“.

Diagnosticum schreibt dazu: „Die derzeitig vermarkteten Schnelltests detektieren nicht die Krankheitserreger selbst, sondern die Antikörper, die im menschlichen Körper bei einer Erkrankung gebildet werden. So kann der Antikörper-Schnelltest negativ sein, während die Person bereits hoch infektiös ist. Zudem ist noch völlig unklar, ob ein positiver Antikörpertest nicht auch durch eine frühere Infektion mit einem anderen Coronavirus ausgelöst werden kann.“

Wenn unser Pflegepersonal schon regelmäßig getestet werden soll, dann bitte mit entsprechend zuverlässigen Methoden. Gleiches gilt dann aber auch für alle Personen, die im Gesundheits-, Pflege-, Rettungs- und Polizeiwesen arbeiten, und arbeitsbedingt engen Kontakt zu vielen Menschen haben. Aktuell erfolgt hier kein Testverfahren, obgleich sie im Infektionsfall viele Personen anstecken könnten.

“DEFENDER 2020” sofort beenden!

Von Januar bis Mai dieses Jahres soll eines der größten Manöver von Landstreitkräften in Europa seit Ende des Kalten Krieges durchgeführt werden. Unter dem Namen „DEFENDER 2020“ wird die Demonstration einer blitzschnellen Verlegung kampfstarker Großverbände aus den USA an die NATO-Ostflanke dargestellt werden. Beteiligt sind ca. 37.000 Soldatinnen und Soldaten aus 16 NATO-Staaten sowie Finnland und Georgien. Deutschland spielt dabei eine geographisch wichtige Rolle, denn unser Land gilt als Basis für Operationen, rückwärtiges Einsatzgebiet und Drehscheibe der Unterstützung.

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise gilt es dieses Manöver sofort zu stoppen, denn eine ähnliche Situation gab es bereits vor ca. 100 Jahren und muss dringend vermieden werden.

1918 kam es zur weltweiten Ausbreitung der sogenannten „Spanischen Grippe“ durch Truppenbewegung und in den Kasernen. Im März 1918 kamen deutsche Truppen in Kontakt mit britischen, französischen und amerikanischen Soldaten. Das Virus mit dem Namen A/H1N1 übertrug sich nun auf hunderttausende Soldaten und forderte bis 1920 weltweit 50 Millionen Opfer.

Aus diesem Wissen und gesundheitspolitische Sicht heraus muss die Übung „DEFENDER 2020“ sofort beendet oder in eine reine Quarantäneübung umfunktioniert werden, da Mitte März mit einem erheblichen Anstieg der Coronavirusinfizierten in Deutschland zu rechnen ist und für eine en- bzw. sogar pandemische Verbreitung sorgen wird. Denn genau zu diesem Zeitpunkt ist die Drehscheibe der Logistikübung Deutschland und wandert im April Richtung Polen.

Zu diesem Sachverhalt wurde durch den Bundestagsabgeordneten Dr. Robby Schlund (AfD) eine entsprechende Anfrage an den Bundesgesundheitsminster Herrn Spahn im Gesundheitsausschuss gestellt. Bisher allerdings ohne ein befriedigende Antwort. Hier besteht dringend Handlungsbedarf seitens der Bundesregierung, im Interesse der Menschen in Europa.

Auch in Anbetracht dessen, dass die USA ein komplettes Einreiseverbot aus Europa verhängt hat, sollten auch sie ihre Soldaten sofort in die USA zurück fordern und die NATO dazu auffordern, das Manöver „DEFENDER 2020“ sofort zu beenden.